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12. Sonntag nach Trinitatis
Die große Verwandlung - Predigtanregung

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete | Predigten

Am 12. Sonntag nach Trinitatis denken wir nach über die Veränderungen,die mit Jesus in diese Welt gekommen sind. Es wird uns deutlich, dass eine neue Zeit angebrochen ist, die aber noch nicht ihre Erfüllung gefunden hat. Darum leben wir in einer Spannung, die uns antreibt, alles zu tun, was dem Kommen des Reiches Gottes dient.

IV - Apg 3, 1-10
Apg 3, 1-10 (11-21) (W)
Rev. 2014: 1. Kor 3, 9-17 (s. auch Reihe VI)

Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit. 2 Und es wurde ein Mann herbeigetragen, lahm von Mutterleibe; den setzte man täglich vor die Tür des Tempels, die da heißt die Schöne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen. 3 Als er nun Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel hineingehen wollten, bat er um ein Almosen. 4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an! 5 Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge. 6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! 7 Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, 8 er sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. 9 Und es sah ihn alles Volk umhergehen und Gott loben. 10 Sie erkannten ihn auch, dass er es war, der vor der Schönen Tür des Tempels gesessen und um Almosen gebettelt hatte; und Verwunderung und Entsetzen erfüllte sie über das, was ihm widerfahren war.

[Die Perikopenrevision von 2014 sieht folgenden Text vor:] 1. Kor 3, 9-17
Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird's klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 16 Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.

Apg 3, 1-10: Man kann bei dieser Perikope leicht in nostalgisches Schwärmen geraten. So war das also damals: Gold und Silber habe ich nicht, aber die Kraft zum Heilen habe ich schon...
Im Blick auf diesen (und andere) Texte wurde und wird vielen der Glaube abgesprochen, denn diese wunderheilende Kraft kann wohl kaum jemand so souverän wie dieser Apostel Petrus für sich in Anspruch nehmen. Dabei wird dann oft die eigene Mangelhaftigkeit in diesem Bereich vergessen oder getarnt. Die detaillierte Beschreibung der Umgebung dieses Ereignisses vermittelt schnell die Glaubwürdigkeit des Berichtenden; es sei dahin gestellt, ob es sich wirklich so zugetragen hat. Denn darauf kommt es in dieser Geschichte wohl kaum an. Auch Petrus ist an unzähligen Menschen, die seine Hilfe gut hätten brauchen können, vorbei gegangen, ohne ihre Not zu lindern.
Worauf es in diesem Text ankommt, macht uns der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang deutlich: es ist das, was mit dem Lahmen geschieht, und nicht die Frage, durch wen oder wie es geschieht. Es ist die Verwandlung seiner ganzen Person, von einem, der sich auf die Barmherzigkeit der Menschen verließ, die ihrer religiösen Pflicht nachgingen, zu einem, der Gott tanzend und singend Gott lobt. Man kann wohl fragen, warum dieser ehemals Gelähmte nicht zu seiner Familie geht (vermutlich existierte Verwandtschaft, die ihn auch täglich zum Tempeltor brachten und von dort wieder abholten), um sich dort zu präsentieren. Er lobt Gott und denkt nicht einmal an seine Verwandtschaft.
Das bedeutet natürlich nicht, dass er sich von seinen früheren Gefährten lossagt. Er setzt nur klare Prioritäten. Wenn man diese Einstellung betrachtet, kann man freilich bezweifeln, dass er sich dort am Tempeltor nur auf die Barmherzigkeit der Menschen verließ. Es ist wohl eher zu vermuten, dass er ein frommer Mann war, der sich von der Nähe zum Tempel auch die Nähe Gottes versprach und vielleicht im Stillen immer ein Gebet auf den Lippen hatte, dass Gott ihn heilen möge. Als das geschieht, wendet er sich dann selbstverständlich dem zu, von dem er diese Hilfe erhofft hatte.
Für die Predigt kann diese Erkenntnis hilfreich sein. In der Regel kommen mehr ältere Menschen in den Gottesdienst, die oft durch verschiedene Gebrechen an ihr Alter erinnert werden. Zwar sind sie nicht gelähmt, d.h. also völlig bewegungsunfähig geworden. Auch wissen sie, dass ihr Leben in nicht allzu weiter Ferne zu einem Abschluss kommen wird. Und doch wollen sie ihren Lebensabend genießen, wozu sie sich Gesundheit und Kraft erhoffen und auch erbitten.
Diese Hoffnung kann thematisiert werden. Es bedarf keines Petrus oder Johannes (oder gar beider), um gesund und kräftig zu werden. Aber es ist gut, sich im Leiden auf Gott einzulassen in der Gewissheit, dass er verwandeln kann.

Liedvorschläge zur Predigt:


Jesus Christus, unser Heiland (EG 102)
Komm, o komm, du Geist des Lebens (EG 134)
Nun lob, mein Seel, den Herren (EG 289 - Wochenlied!)
Ich singe dir mit Herz und Mund (EG 324)
Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (KHW-EG 638; NB-EG 585)

Die Anregungen für alle Predigtreihen

Buchempfehlungen:

Zuletzt überarbeitet: 26 August 2015
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