Informationen zu jedem Sonn- und Festtag im Kirchenjahr


Home
Advent
Christfest (Weihnachten)
Zwölf Heilige Nächte
Epiphanias
Vorfastenzeit
Fastenzeit
Heilige Woche
Ostern
Pfingsten
Trinitatis

Trinitatis
1. nach Trinitatis
2. nach Trinitatis
3. nach Trinitatis
4. nach Trinitatis
5. nach Trinitatis
6. nach Trinitatis
7. nach Trinitatis
8. nach Trinitatis
9. nach Trinitatis
10. nach Trinitatis
11. nach Trinitatis
12. nach Trinitatis
13. nach Trinitatis
14. nach Trinitatis
15. nach Trinitatis
16. nach Trinitatis
17. nach Trinitatis
18. nach Trinitatis
19. nach Trinitatis
20. nach Trinitatis
21. nach Trinitatis
22. nach Trinitatis
23. nach Trinitatis
24. nach Trinitatis

Ende des Kirchenjahres
Feste Januar-August
Feste September-Dezember
Bitt- und Gedenktage




20. Sonntag nach Trinitatis
Die Ordnungen Gottes - Predigtanregung

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge

Der 20. Sonntag nach Trinitatis widmet sich der Frage nach dem Sinn von Ordnungen. Dabei werden auch die unumstößlichen Zusagen Gottes berücksichtigt, die uns den Rahmen geben, in dem wir uns bewegen können. Vom Evangelium her klingt deutlich die Prämisse durch: Der Mensch ist nicht um des Gesetzes willen, sondern das Gesetz um des Menschen willen gemacht.

IV - 1. Kor 7, 29-31
Rev. 2014: Mk 2, 23-28 (s. Reihe V)

Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Fortan sollen auch die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine; und die weinen, als weinten sie nicht; 30 und die sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als behielten sie es nicht; 31 und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.

Wie das ganze 7. Kapitel ist auch dieser kurze Abschnitt geprägt von der Naherwartung, in der Paulus noch lebte. Deswegen: "Die Zeit ist kurz." Es ist die unmittelbare Nähe des Gottesreiches, die alles bestimmt oder besser: bestimmen soll. Denn was immer geschieht: es wird verklärt durch die Tatsache, dass es irrelevant wird, sobald dieses Gottesreich durchbricht von der Hoffnung zur Gewissheit.
Darum ist das Bemühen um eine Lebensgefährtin ebenso unbedeutend wie das Trauern um verstorbene Angehörige oder das Erwerben von Besitz. Denn noch in diesem Leben werden wir erfahren, um wieviel wunderbarer es sein wird in der Gegenwart Gottes, und wie nichtig die Welt ist, die unseren Lebenswandel bisher bestimmt hat.
Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Verse eigentlich ganz auf das Hauptthema dieses 7. Kapitels, nämlich die Ehe, bezieht, es also um die Erlebnisse und Gefühle geht, die das Verhältnis von Mann und Frau bestimmen. Paulus stellt diese Beziehung ganz unter das Bewusstsein der Nähe des Gottesreiches.
Wir können diese Naherwartung freilich nicht nachvollziehen. Zu viele Generationen sind schon vergangen, und nichts hat sich geändert, zumindest hat sich nichts ereignet, was diese Haltung rechtfertigen würde. Und doch haben immer wieder Menschen versucht, danach zu leben, indem sie sich in klösterlichen Gemeinschaften zusammenschlossen, in denen sie sich auf das Kommen des Gottesreiches vorbereiteten.
Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang wird hier jedenfalls nur schwer erkennbar. Handelt es sich hier um "Ordnungen Gottes"? Wohl kaum - es ist eine Interpretation des Paulus, gewissermaßen ein Vorschlag, den er macht, aber kein Gebot Gottes, das hier ausgesprochen wird. Vielmehr können wir davon ausgehen, dass Gott will, dass wir uns am Leben erfreuen und anderen es ermöglichen, in Frieden zu leben. Nur sollten wir darüber nicht vergessen, dass es größeres gibt als das, was uns diese Welt bietet. Und dieses Größere kann uns eine gewisse Gelassenheit geben. Darin besteht vielleicht die Ordnung Gottes, dass wir dies nie aus dem Blick verlieren: er kommt, er ist auf dem Weg, uns in das himmlische Jerusalem aufzunehmen.
Die Predigt kann versuchen, deutlich zu machen, dass auch wir noch etwas zu erwarten haben, dass dies noch nicht alles ist. Danach sollen wir unser Leben gestalten, darin erkennen wir die Ordnungen Gottes. Es ist die Hoffnung, aus der wir Kraft für unser Leben schöpfen und die uns bereit macht, das Leben dieser Welt "an den Hörnern zu packen".

Liedvorschläge zur Predigt:


Der du die Zeit in Händen hast (EG 64)
Jerusalem, du hochgebaute Stadt (EG 150,1-3)
Herr, mach uns stark (EG 154, 1-5)
Alles vergehet, Gott aber stehet (EG 449, 8-12)
Ach wie flüchtig, ach wie nichtig (EG 528)
Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehn (KHW/HN-EG 640)
Des Jahres schöner Schmuck entweicht (KHW/HN-EG 648)

Die Anregungen für alle Predigtreihen

Buchempfehlungen:

Zuletzt überarbeitet: 08 Oktober 2015
© Copyright 1998-2015 by Martin Senftleben

Bibeltexte: © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
Schreiben Sie mir!

- Heiligenkalender -
- Erläuterungen & Impressum -
- Kalender -
- Monatssprüche -
- Links -
- Buchtipps -
- Lesepläne -
- Thema Gottesdienst -
- Diskussionsforum -
- drmartinus.de -
- Konzertsänger -
- Kirchenmusik/Oratorien -
- Pfarrerrecht -
- Spende -

Aktuelle Predigtreihe: IV

 Als ein Wort behandeln


Bitte unterstützen Sie diese Webseite, indem Sie Ihre Bücher und anderes bei Amazon kaufen oder auf die folgende Werbung klicken. Danke!

Gebrauchte Bücher bei booklooker
Hier finden Sie gebrauchte Bücher zum günstigen Preis!


"christliche" Suchmaschinen:

Feuerflamme Suchmaschine
Das Kirchenjahr: Ausgewählte Webseite auf onlinestreet.de


eXTReMe Tracker