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Predigtvorschläge zu Kol 2, 12-15
Rev. 2014: Jes 40, 26-31* (s. Reihe VI) (IV)

Liebe Gemeinde, Das Osterfest liegt hinter uns. Gerade sieben Tage ist es her, dass wir es gefeiert haben.
Der Frühling ist da, auch wenn es ruhig noch etwas wärmer sein könnte. Besonders die Nächte sind noch sehr kalt. Aber die Narzissen, die ja auch Osterglocken genannt werden, haben pünktlich zum Fest geblüht, und auch andere Boten des Frühlings haben uns schon so manchen Gang verschönt.
Alles ist voller Hoffnung auf einen warmen Sommer. Und natürlich hoffen wir auch jetzt schon auf ein paar schöne, warme Tage.
Die Natur spiegelt im Lauf des Jahres ein Stück weit wider, was Paulus uns in dem heutigen Predigttext vermitteln will.
Es geht um Sterben und Auferstehen. Im Herbst erleben wir, wie scheinbar alles stirbt, und den Winter über ist die Natur fast leblos.
Zwar sind da die Vögel, die den Winter über bei uns bleiben, und auch ein paar andere Lebenwesen werden wir beobachten können – mal abgesehen von den Menschen, die natürlich immer da sind. Aber im Vergleich zum Sommer sind es doch verschwindend wenig Lebewesen im Vergleich zu der Vielfalt, die wir dann im Sommer erleben. Und vor allem: die Bäume sind kahl, die Blumen sind meist vollständig verschwunden.
Im Frühling ist dann das Erwachen, fast so wie eine Auferstehung. Es hat schon was, das Osterfest in dieser Zeit zu feiern.
Und doch ist es nicht das Gleiche. Denn wie schon gesagt, ist der Tod im Winter ein nur scheinbarer Tod, so manches Leben können wir ja doch beobachten, und wir wissen schon, dass sich das Leben wieder regen wird. Es ist eben nur ein „Winterschlaf”, nicht mehr.
Paulus ist da radikaler. „Ihr seid begraben worden”, sagt er, und meint damit einen wirklichen Tod. Er bezieht sich dabei auf den Kreuzestod Jesu und sein Begräbnis, an dem wir teilhaben.
Ich finde es aber schon etwas merkwürdig, dass er dieses „Begrabenwerden” in der Taufe geschehen lässt.
Ich möchte die Taufe lieber als Symbol der Auferstehung wahrnehmen. Wie kommt Paulus auf eine so merkwürdige Aussage?
Vielleicht hilft uns ein Blick auf den Römerbrief, wo Paulus im 6. Kapitel ebenfalls von der Taufe redet:
„Wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.” (Röm 6, 3f)
Das hört sich ja eigentlich sehr ähnlich an wie das, was wir heute im Kolosserbrief gelesen haben.
Die Taufe ist für Paulus das Ende einer Ära – und zugleich der Beginn einer neuen. Wir lassen etwas hinter uns, das es nicht wert ist, fest gehalten zu werden, und treten in etwas Neues ein, das es so noch nicht gegeben hat.
Wenn ein Mensch sagt: 'da ist etwas in mir gestorben', dann bezieht er es meist auf etwas, das ihm lieb und wert ist und das er jetzt verloren hat. Häufig sagen Menschen so etwas, wenn sie zum Ausdruck bringen wollen, dass sie eine Hoffnung aufgegeben haben. Die Hoffnung – oder der Anlass zur Hoffnung – ist gestorben.
Wir kennen auch die Redewendung, dass eine Welt zusammengebrochen ist – damit beschreiben wir meist die Erfahrung, dass unsere Vorstellungen sich als falsch erwiesen haben.
Ein Beispiel (so etwas passiert gar nicht so selten): da finden sich zwei Menschen. Es wächst Vertrauen zwischen ihnen, sie sind glücklich miteinander und teilen für eine Weile auch ihr Umfeld, indem sie gemeinsam in eine Wohnung ziehen. Eines Tages ist einer von beiden nicht mehr da – spurlos verschwunden. Erst jetzt wird dem anderen Menschen bewusst: immer hatte sich jener schadlos gehalten, hatte sich alles bezahlen lassen. Man ist schamlos ausgenutzt worden – unter dem Deckmantel der Liebe.
Da bricht eine Welt zusammen. Das Vertrauen ist zutiefst erschüttert, die Fähigkeit, anderen Menschen zu vertrauen, schwindet, und mit ihr die Bereitschaft, andere Menschen zu lieben.
Es gibt in unserem Leben also immer dieses zerstörerische Moment, dass etwas stirbt, aber wir erfahren es meist so: etwas Gutes wird vernichtet, das Gute findet den Tod.
Vielleicht schaffen wir es noch, es wieder zum Leben zu erwecken, aber es wird nie so sein wie vorher, bevor wir die Erfahrung gemacht haben. Immer wird etwas Misstrauen zurückbleiben oder wenigstens Angst.
Ganz ähnlich meint es Paulus, aber eigentlich genau umgekehrt: die Taufe macht ein Ende, aber nicht mit dem Guten, sondern mit der Sünde. Alles Böse liegt hinter uns – es ist vernichtet durch die Taufe. Auch wenn es das Böse in unserer Welt noch gibt: es kann uns nicht mehr beherrschen.

Paulus denkt bei der Taufe nicht an das „Wasser des Lebens”, sondern an das „Wasser des Todes”.
Zur Zeit sind die Medien voll von Erinnerungen an das wohl tragischste Schiffsunglück der Menschheitsgeschichte: vor 100 Jahren sank die Titanic, das als unsinkbar bezeichnete Schiff, und riss rund 1500 Menschen mit in den Tod.
Das Wasser brachte den Tod. Niemand konnte lange in dem eiskalten Wasser überleben. Das Meer wurde ihr Grab. Wenn sie nicht erfroren, dann ertranken sie.
Diese tödliche Wirkung des Wassers will Paulus uns vor Augen führen, denn sie war natürlich auch ihm vertraut. So sehr Wasser Leben spenden und erhalten kann, so tödlich kann es auch sein. Und so tödlich ist das Wasser der Taufe, indem es alles Böse in uns vernichtet.
Und dann kann das neue Leben beginnen. Die Taufe verbindet uns mit Jesus in einer besonderen Weise. Wir haben Teil an seinem Tod, aber auch an seiner Auferstehung.
Der Tod Jesu ist es, der der Sünde ein Ende macht. Wir müssen diesen Tod mit erleiden, damit wir an seiner Frucht teilhaben können.
Die Frucht ist das ewige Leben in der Gegenwart Gottes.
Nach diesem Tod ist der Schuldbrief getilgt – Gott hat den Schuldbrief an das Kreuz geheftet.
Der Schuldbrief ist das Dokument, das ich dem aushändige, dem ich etwas schuldig bin. Im Amerikanischen wird solch ein Schuldbrief auch „IOU” genannt, das heißt soviel wie „Ich schulde dir” und bezeichnet den Anfang des Schuldbriefes.
Was schulden wir Gott? An erster Stelle wohl „Gehorsam”. Zwar halten wir uns in der Regel an die Gesetze, die ja weitgehend die 10 Gebote Gottes abbilden. Aber das geschieht ja nur im Blick auf das 4. bis 10. Gebot, und auch da gibt es schon so manche Lücke, die dann natürlich auch ausgenutzt wird. Die ersten drei Gebote sind viel schwerer zu befolgen:
Haben wir wirklich keine anderen Götter neben Gott? Was ist z.B. mit dem Wohlstand, den wir – vor allem im Vergleich zu vielen Menschen in den Entwicklungsländern – genießen? Bestimmt er nicht unser Leben mehr als alles andere?
Und gehen wir wirklich so achtsam mit dem Namen Gottes um, wie wir es sollten?
Und schließlich: wie heiligen wir den Feiertag? Meinen wir, dass der Spaziergang im Wald schon ausreicht? Wo bleibt die Besinnung auf das Wort Gottes, die Rückkehr zur Quelle des Lebens?
Eine andere Schuld, die auf dem Schuldschein stehen dürfte, ist die Hybris, die Überheblichkeit des Menschen – das Verlangen, wie Gott zu sein. Wir wollen doch alles kontrollieren können. Die Forschung geht immer weiter und weiter und kennt keine Grenzen – und wenn ihr dann Grenzen gesetzt werden: früher oder später werden auch diese Grenzen fallen. Was vor 100 Jahren noch undenkbar war, ist heute oft selbstverständlich. Bei Manchem mag man sagen, dass es auch durchaus gut so ist, aber bei manchen anderen Dingen können einen schon Zweifel überkommen.
Wie oft wir da wohl schuldig werden?
Wenn wir in uns gehen, dann werden wir merken: Der Schuldschein ist gut gefüllt. Wir hätten sicher mehr als ein Leben lang damit zu tun, diese Schuld abzugelten. Doch jetzt hat Gott diesen Schuldschein genommen und an das Kreuz geheftet. Damit ist zwar die Schuld nicht von der Welt. Aber neben die Schuld tritt die Vergebung durch das Kreuz Jesu Christi.
Damit ist die Schuld gewissermaßen tot, und es kann ein neues Leben beginnen.
Aber wie soll das möglich sein? Die Welt um uns herum ändert sich ja nicht mit uns und vor allem nicht auf einen Schlag, und wenn unsere Mitmenschen nicht mitziehen, wie können wir dann nach anderen Maßstäben leben als sie?
Nun, Jesus hat es getan – er hat den Menschen gezeigt, dass sie nicht beständig irgend welchen Sachzwängen nachgeben müssen, sondern dass sie frohgemut den Willen Gottes mit dem Herzen befolgen können.
Und nun schreibt Paulus diesen Satz:
Gott hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.
Mächte und Gewalten – damit sind alle Mächte gemeint, die Einfluss auf uns ausüben wollen. Dazu gehören die sogenannten Sachzwänge, das Eigentum, aber auch wir selbst mit unserer Geltungssucht, mit dem Neid, mit unseren Vorurteilen, die überaus mächtig werden können, oder auch mit unserer Gleichgültigkeit.
Gott hat sie alle bloßgestellt und ihrer Macht entkleidet. So wie man ein Kleid auszieht, wurde alle Macht von ihnen genommen. Sie müssen uns nicht mehr kontrollieren, ja, sie können es nicht mehr.
Wenn sie es dann doch tun, dann liegt es nur daran, dass wir sie lassen. Aber das muss nicht sein. Denn wir sind quasi modo geniti – wie die neugeborenen Kinder.
Die Losung dieses Tages passt gut zu diesem Gedankengang, und ich will sie darum heute auch vorlesen. Da schreibt der Prophet Jesaja bereits gute 500 Jahre vor Jesus im 60. Kapitel: Ich will den Frieden zu deiner Obrigkeit machen und die Gerechtigkeit zu deiner Regierung. (Jes 60, 17)
Wir erleben also gewissermaßen einen Regierungswechsel, oder besser noch: wir haben ihn schon erlebt durch die Taufe. Die neue Regierung ist Frieden und Gerechtigkeit, die beide ihre Wurzeln haben in der Tat Gottes, dass er den Schuldbrief getilgt und an das Kreuz geheftet hat.
So lasst uns also sein wie die neugeborenen Kinder, die nichts anderes kennen als die Liebe ihres himmlischen Vaters.
Amen


Liedvorschläge zur Predigt:


Herr Christ, der einig Gotts Sohn (EG 67)
Singen wir heut mit einem Mund (EG 104)
Erschienen ist der herrlich Tag (EG 106)
Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin (EG 114)
Er ist erstanden (EG 116)
Der schöne Ostertag (EG 117)
Nun freut euch, lieben Christen g'mein (EG 341)

Predigtvorschläge zu Mk 16, 9-14 (15-20)
Mt 10, 16-20 (W)
Rev. 2014: Joh 21, 1-14 (s. Reihe III) (V)

Zu Mk 16, 9-20:

Es war doch wohl ein schöner Tag:
Die Sonne noch im Osten lag,
sie hob sich langsam, und nicht schnell,
es wurde alles ziemlich hell.
Da kamen schon die Frauen an,
sie suchten den geliebten Mann,
geliebt nicht so wie Mann und Frau,
vielmehr mit Ehrfurcht und Beschau.
Sie wussten wohl, er ist nun tot,
die Sonne leuchtete noch rot.
Sie kamen, sahen, ach du Schreck!
Das Grab ist auf und er ist weg!
Ein Jüngling redet ihnen zu,
doch finden sie so keine Ruh,
Zu glauben fällt es ihnen schwer,
dass er nun auferstanden wär,
Und so, wer kann es nicht verstehn,
als sie vom Grabe wieder gehn,
beschließen sie, noch ganz entsetzt,
und auch die Stirn von Schweiß benetzt,
dass sie nicht sagen nur ein Wort,
auch nicht den Jüngern, die weit fort
noch ängstlich harren weinend aus
in ihrem kleinen, dunklen Haus.

Bis hierher ging einst die Geschicht
nach Markus, doch das reichte nicht.
Es dauerte rund fünfzig Jahr,
bis mancher fand: das ist nicht wahr,
natürlich haben sie's gesagt,
denn mindestens hat sie geplagt
die Sache, dass der Leib nicht dort
gewesen ist an jenem Ort
an dem er erst gelagert war.
Das hatte ja gesehn die Schar
der Frauen, die, wie man hier sagt
das nie zu sagen hab'n gewagt.

Drum hängte man an dieses End
noch etwas an, wie man erkennt,
denn dieses ist nun, wie man weiß,
der Text der Predigt, der mit Fleiß
und sicher auch der Wahrheit nah,
damals noch nachgeschrieben war.
Man nennt das "zweiten Markusschluss",
das mache niemandem Verdruss,
denn es tut gut, davon zu lesen,
was damals wichtig ist gewesen.
Was wär' das Evangelium denn,
wenn man nicht auch dies eine kenn,
dass unser Herr erstanden ist,
und von vielen gesehen ist.

So hören wir von der Geschicht,
allein, so mancher glaubt es nicht,
denn wie kann das denn schon geschehn,
dass Tote aus dem Grab erstehn,
und wieder ganz lebendig sind,
so dass man sie im Grab nicht find't?
Nun, hier geht's ja um einen nur,
von dem fehlt freilich jede Spur,
doch Markus wusste sehr genau,
und war darin auch ganz schön schlau,
wie er den Menschen nahe bringt,
was nur durch Glaub ins Herze dringt.
Darum verschwieg er die Geschicht,
wo man vom Auferstand'nen spricht.

Die andern schriebens später nieder,
und sangen fröhlich Osterlieder.
Denn ihnen war es längst schon klar,
und tief im Herzen, wunderbar
ist ihnen dieses aufgegangen -
und dazu viele Glocken klangen -
dass nun der Tod nicht länger kann
festhalten - weder Frau noch Mann.
Der Tod hat alle Macht verlorn,
wir kommen weg ganz ungeschorn,
wenn wir erfassen Christi Hand,
und glauben, dass er auferstand.

Doch dann, so haben wir gehört,
steht eine Liste, die verstört,
sie sagt uns, was ein Christ wohl kann,
und das ist viel, da staune man:
Wenn einer böse Geister hat,
der Christ treibt aus sie in der Tat,
Sie werden sprechen ohne Scheu,
in Zungen, wenn man ist getreu,
und Schlangen sind ganz harmlos hier,
man hebt sie auf wie zahmes Tier,
und Gift wirkt nicht, ist das denn wahr?
Es krümmt den Christen nicht ein Haar!

Das alles scheint doch recht gewagt,
so mancher wird dann auch verzagt,
denn glaubt er zwar, doch so etwas
scheint eher wie ein schlechter Spaß.
Ein Christ ist doch kein Supermann,
der alles das vertragen kann,
genauso wie die Superfrau,
Ein Christ ist Mensch. Das war's. Genau.

Ein Christ verlässt sich ganz auf Gott,
dann wird er leiden keinen Spott,
denn Gottes Hilf, die kommt gewiss,
dann fehlt den Spöttern selbst der Biss,
doch kommt sie nicht, wann es uns passt,
den Plan, den hab'n wir nicht verfasst.
Es liegt allein in Gottes Hand.
Ganz ihm vertraun, das ist Verstand.
Das ist die Klugheit, die uns trägt,
auch wenn ein andrer Zweifel hegt.

Und dann wird eines sicher wahr:
wenn Christen füreinander da
und dazu auch versammelt sind,
und beten für das liebe Kind,
das krank im Bette niederliegt,
dann wird's geschehn: der Herr obsiegt!
Er nimmt die Trauer von uns weg,
den Zweifel, jeden dunklen Fleck,
er schenkt uns Leben, auch im Tod,
er macht uns frei von aller Not.
Er führt uns durch das Dunkel her,
macht's leicht, wenn uns die Seele schwer.

Wenn wir nur sehn des andern Leid,
und dazu seine Einsamkeit,
wenn wir ihm Nachbar, Freunde sind,
dann sind wir wahrlich Gottes Kind',
Dann ist Er da, ganz nah dabei,
dann hilft er, wie ist einerlei.
Es wird wohl besser mit uns gehn,
wir werden es nicht immer sehn
am ersten Tag, in einer Stund,
so manches Mal, da geht es rund.
Da dauert es noch viele Jahr,
vielleicht, bis grau wird unser Haar,
doch schließlich wird es hell und licht,
Gott war stets da; vergiss es nicht.

Es ist doch gut, dass es so ist,
und auch, wenn man den Herrn vermisst,
denn das, so hören wir am End,
ist wahr, er stieg wohl ganz behend
gen Himmel - hier sagt man "hinauf"
doch alles nimmt nur seinen Lauf.
Der Herr zur Rechten Gottes lebt,
er nicht nur ganz da oben schwebt,
der Himmel ist, wie ihr wohl wisst,
das Reich des Herren Jesus Christ,
Und das, das ist uns auch wohl klar,
ist jedem ja nun wirklich nah,
denn das hat unser Herr gesagt,
als er den ersten Schritt gewagt
in diese Welt als Menschenkind,
als er zu predigen beginnt.

So ist Er mit uns jede Stund,
erhält uns unsre Seel' gesund,
und auch wenn wir ihn gar nicht sehn,
so werden wir es wohl verstehn,
dass er uns Leben schenkt fürwahr,
die Macht verlor der Teufel Schar.
So wollen wir ihm ganz vertrau'n,
und stets auf seine Hilfe bau'n.

Doch ist es nicht für uns allein,
so soll es ganz und gar nicht sein,
der Herr uns allen dies gesagt,
dass ihr sein Wort wohl weiter tragt,
hinaus zu jedem, Groß und Klein,
zu Alten, Jungen, insgemein
zur ganzen, großen Menschenschar,
wenn die Gelegenheit ist da.
Wenn offen ist der Menschen Ohr,
dann sagt der Geist die Worte vor,
es braucht nur wenig Mut dazu,
und auch ein bisschen inn're Ruh,
doch wenn wir glauben tief und fest,
dann macht der Geist den ganzen Rest.
So sagt es weiter, sagt es laut,
dass ihr dem Herrn euch anvertraut,
dass ihr die Kinder Gottes seid,
und darum stets dazu bereit,
dem Nächsten freundlich beizustehn;
so wird es allen gut ergehn.

Die Welt soll sehen euer Licht,
versteckt es unterm Scheffel nicht,
tragt fröhlich in die Welt hinaus,
die Botschaft rein in jedes Haus,
dass unser Herr erstanden ist,
er wahrlich unser Heiland ist.
So sagen wir in seinem Namen
nun froh und munter unser Amen.


Liedvorschläge zur Predigt:

*Christ ist erstanden (EG 99)
Mit Freuden zart zu dieser Fahrt (EG 108)
Frühmorgens, da die Sonn aufgeht (EG 111)
Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin (EG 114)
Er ist erstanden, Halleluja (EG 116)

Zuletzt überarbeitet: 08 April 2015
© Copyright 1998-2015 by Martin Senftleben

Bibeltexte: © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
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