das Kirchenjahr

21. Sonntag nach Trinitatis

Die geistliche Waffenrüstung

Gebete

Die hier vorgelegten Gebete sind bereits in einem Gottesdienst gebetet worden. Nicht immer habe ich aktuelle und lokale Bezüge daraus entfernt. Daher ist es wichtig, sich vorab die Texte sorgfältig anzueignen und gegebenenfalls Anpassungen an die aktuelle Situation und die örtlichen Gegebenheiten vorzunehmen. Für den Gottesdienst (dazu gehören auch persönliche Andachten) dürfen die Gebete ohne vorherige Nachfrage genutzt werden. Jede andere Form der Nutzung setzt eine Rücksprache mit mir voraus.

Kollektengebete (Tagesgebete):

Gott, du willst, dass wir uns entscheiden für das Gute, das du in unsere Herzen gelegt hast. Hilf, dass wir es auch erkennen, und lass uns dann feste Schritte tun auf dem Weg, den du uns führen willst. Durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen

I - Eph 6, 10-17

II - Jer 29, 1.4-7(8-9)10-14

Fürbittengebet:

Vater im Himmel, du hast uns so reich beschenkt! Unser Leben ist vom Überfluss geprägt, es fehlt uns an Nichts, auch in Krankheit brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, weil alles Nötige und mehr zur Verfügung steht. Und doch danken wir dir dafür viel zu wenig.
Wir wollen in dieser Stunde unseren Dank ausdrücken, indem wir für all die Menschen bitten, die nicht in solch einem Überfluss leben können.
Wir denken an all die Menschen, die auf der Flucht sind vor Verhältnissen, die sie mit Angst und Sorge erfüllen. Sie riskieren ihr Leben, und viele verlieren es. Lass sie nicht vor verschlossenen Türen ankommen. Mache uns bereit, zu teilen, was du uns geschenkt hast.
Wir denken an all die Menschen, die nicht genug zu essen haben, denen das Dach über dem Kopf fehlt, die Arbeit suchen und nicht finden, die viel zu schlecht bezahlt werden. Öffne unsere Augen, dass wir ihre Not erkennen und lindern. Mache uns bereit, faire Preise zu bezahlen, damit jene Menschen ein würdiges Leben führen können.

III - Mt 10, 34-39

Fürbittengebet:

Herr Gott, himmlischer Vater: Wir danken dir, dass du uns deinen Frieden schenkst, und bitten dich: erfülle uns mit der Gewissheit, dass wir auf dem richtigen Weg gehen, dem Weg, den du uns führen willst. Lass uns auf diesem Weg Boten deiner Liebe sein. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir suchen den Frieden, und müssen doch erkennen, dass es nur falscher Friede ist, wenn nicht alle Menschen in Frieden leben. Wir bitten dich: fall denen in den Arm, die ihre Waffen erheben, um zu vernichten und zu töten. Hilf, dass Politiker friedliche Wege suchen und auch gehen, um Konflikte zu lösen, und lass ein Ende sein mit der Politik der Abschreckung und Angst. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir erkennen, dass viele Menschen unter der Ungerechtigkeit dieser Welt leiden, indem sie hungern und nur mit Mühe ihr Leben fristen können. Wir bitten dich: brenne deine Liebe in unsere Herzen, dass wir bereit sind, abzugeben von unserem Überfluss. Lass uns eintreten für die Rechte derer, die ihre Stimme nicht mehr erheben können. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir erkennen, dass viele Menschen einsam geworden sind und niemanden haben, der sich um sie kümmert und ihnen zeigt, dass auch sie einen Sinn und eine Aufgabe haben. Wir bitten dich: Lass uns aufmerksam sein, lass uns darauf achten, wo Menschen einsam geworden sind, und dorthin gehen. Du hast uns alle wert gemacht vor dir. Lass uns diese Erkenntnis weiter geben. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir erkennen, dass viele junge Menschen die Orientierung verlieren, weil niemand ihnen die Richtung weist. Wir bitten dich: Lass nicht zu, dass sie auf Abwege geraten, an deren Ende der Tod auf sie wartet. Bewahre sie und führe sie auf den Weg der Hoffnung. Mache uns zu guten Wegbegleitern, die die Richtung weisen, ohne die Freiheit zu nehmen, zu der du uns befreit hast. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Nimm dich unser gnädig an. Rette und erhalte uns, denn dir allein gebührt Ruhm, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen

IV - Joh 15, 9-12 (13-17)

V - 1. Mose 13, 1-12(13-18) (= Gen 13, 1-12(13-18))

VI - Mt 5, 38-48

Fürbittengebet:

Wir danken dir, allmächtiger Gott, dass du uns zur Freiheit berufen hast, und bekennen, dass es uns schwer fällt, in dieser Freiheit auch die Verantwortung zu erkennen, die uns auferlegt ist. Darum bitten wir dich: lass uns unsere Mitmenschen nicht vergessen. Bewahre uns davor, anderen Menschen ihre Freiheit zu nehmen, sondern führe uns und ermutige uns, andere zur Freiheit des Glaubens zu führen.
Wir bitten dich für unsere Regierungen: Lass sie ihre Freiheit nutzen, um für den Frieden zu arbeiten - nicht mit Waffengewalt, sondern mit dem Geist der Versöhnung und der Liebe. Lass sie erkennen, dass es an der Zeit ist, die Ursachen für den tiefsitzenden Hass zwischen manchen Völkern zu beseitigen. Lass sie deine Liebe erfahren, damit auch sie aus Liebe handeln können.
Wir bitten dich für die Menschen, die sich einander Treue versprochen haben in der Ehe: lass sie ihre Freiheit dazu gebrauchen, dem Partner oder der Partnerin das Leben etwas angenehmer werden zu lassen. Schenke ihnen den Mut zu gegenseitigem Vertrauen, und gib ihnen die Kraft, einander zu vergeben, wo sie schuldig geworden sind.
Wir bitten dich für die alt gewordenen unter uns. Lass nicht zu, dass sie sich ausgegrenzt fühlen, sondern lass sie teilhaben an dem Leben heute mit dem großen Erfahrungsschatz der Vergangenheit, die sie erlebt haben. Lass die jungen unter uns auf sie hören und die Chance nutzen, die sich durch den Austausch zwischen den Generationen auftut.
Wir bitten dich für die Kranken und Sterbenden in unserer Gemeinde: lass sie deine Nähe erfahren. Stelle Menschen an ihre Seite, die ihnen deine Liebe und Fürsorge erfahrbar machen. Schenke ihnen die Gewissheit, dass sie niemals tiefer fallen können als allein in deine Hand.
Himmlischer Vater, wir sehen Freiheit oft nur als uns gegeben, aber nicht den anderen. Lass uns erkennen, dass du jeden Menschen liebst, und erfülle uns mit dem Mut, der nötig ist, um dein Wort, dein Evangelium hinauszutragen zu denen, die sich gefangen nehmen lassen von den Fesseln dieser Welt. Mache uns bereit, dir gegenüber zu treten, wenn dein Tag kommt.
Amen

M - Tob 4, 6-9
Mt 15, 1-11a.18-20

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