das Kirchenjahr

Palmarum

Der Einzug des Königs

Gebete

Die hier vorgelegten Gebete sind bereits in einem Gottesdienst gebetet worden. Nicht immer habe ich aktuelle und lokale Bezüge daraus entfernt. Daher ist es wichtig, sich vorab die Texte sorgfältig anzueignen und gegebenenfalls Anpassungen an die aktuelle Situation und die örtlichen Gegebenheiten vorzunehmen. Für den Gottesdienst (dazu gehören auch persönliche Andachten) dürfen die Gebete ohne vorherige Nachfrage genutzt werden. Jede andere Form der Nutzung setzt eine Rücksprache mit mir voraus.

Kollektengebete (Tagesgebete):

Herr Jesus Christus, Menschen haben dir zugejubelt und dich dann doch allein gelassen. Du wurdest gefoltert und getötet um unseretwillen. Wir erschrecken über die dunklen Seiten, die in uns sind und die sich immer wieder Bahn brechen. Schenke uns Klarheit über uns selbst, über unsere Zuneigungen, unsere Ängste und unsere Agressionen. Hilf uns um deiner Liebe willen, damit du, das Licht der Welt, unser Dunkel erhellst. (In Anlehnung an ein Gebet im Ev. Gottesdienstbuch 2000, S. 307)
oder
Jesus Christus, durch dein Kommen stellst du unsere Welt auf den Kopf. Es ist schwer, damit umzugehen. Darum bitten wir dich: hilf uns. Gib uns den Mut, Konventionen, Sachzwänge und Ängste zu überwinden, damit wir dir in Freiheit nachfolgen können. Das bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst in Ewigkeit.
Amen

I - Jes 50, 4-9

Fürbittengebet:

Himmlischer Vater, du weckst uns alle Morgen, du öffnest uns das Ohr, damit wir dein Wort hören. Hilf, dass wir nicht nur Hörer sind, sondern auch Täter deines Wortes.
Wir sehen die Not in unserer Welt und bitten dich für die Menschen, die sich von dir abgewandt haben und die keine Hoffnung über den Tod hinaus kennen, dass sie den Ernst der Vergänglichkeit erfassen und deine Liebe für sie spürbar wird, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten für die Menschen, die einsam und verlassen sind, dass sie nicht alleine bleiben, sondern Menschen auf sie aufmerksam und ihnen Freunde werden, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten für die Menschen, die krank sind, dass sie deine heilende Kraft erfahren, und für die, die im Sterben liegen, dass ihnen dein Licht leuchte bis in Ewigkeit, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten für die Menschen, die verfolgt werden um deines Namens willen, dass sie fest bleiben im Glauben und von dir gestärkt werden, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten für die Menschen, die von Krieg oder Naturkatastrophen heimgesucht wurden, dass sie dennoch deine Nähe spüren, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten für die Menschen, die mit ihrer kleinen Kraft tun, was ihnen möglich ist, um etwas offenbar werden zu lassen von deiner Liebe in einer Welt, die von Hass, Neid und Missgunst geprägt ist, und denken an die Christen in der Welt, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, die in Armut leben oder nur eine kleine Minderheit sind, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir denken an die Opfer des Flugzeugabsturzes: du hältst ihr Leben in deiner Hand. Erbarme dich über sie, lass sie in Frieden ruhen. Wir bitten dich für die Angehörigen: tröste sie in ihrer Trauer, hilf ihnen, zu verzeihen. Wir bitten dich für alle, die schuldig geworden sind an ihren Mitmenschen, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich, sei bei denen, die uns besonders nahe sind und an die wir jetzt in der Stille denken:
Stille...
Wir preisen dich mit allen Engeln und allen, die uns vorausgegangen sind im Glauben. Mit ihnen verbindet uns die Hoffnung, dass du dich offenbaren wirst, wie du es verheißen hast. Dein Reich komme!
Amen

II - Mk 14, (1-2)3-9

Fürbittengebet:

Herr Jesus Christus, wir danken dir für deine Liebe, die du uns durch deinen Tod am Kreuz bewiesen hast, und das neue Leben, das uns durch deine Auferstehung geschenkt ist. Wir wollen unseren Dank zum Ausdruck bringen, indem wir für die bitten, die selbst keine Kraft mehr haben, die keinen Ausweg mehr kennen, die den Tod vor Augen haben. Hilf uns, diese Menschen zu erkennen und auf sie zu zu gehen, dass ihnen durch uns deine Liebe erfahrbar wird. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich. (z.B. EG 178.11)
Herr, unser Gott, unsere Welt ist voll von Not und Elend. Wir können uns fast nicht vorstellen, dass es auch anders sein könnte. Darum bitten wir dich: Lass uns erfahren, dass du bei uns bist als der Gott, der mit uns leidet. Lass uns daran glauben, dass du keines Menschen Leid vergisst, und lass deine Nähe sichtbar werden in der Güte, die wir Menschen einander schenken. Lass uns vor Augen haben, dass Du dieses Leid nicht willst, und zeige uns Wege, wie wir mitbauen können an deinem Reich, in dem Du alle Tränen von den Angesichtern abwischst. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für alle Menschen, die von Unsicherheit und von Zweifel geplagt werden und deren Glaube an dich nachlässt; für alle, die nichts mehr vom Leben erwarten; für alle, die nur noch schwarz sehen für ihre Zukunft, weil ihnen das Nötigste zum Leben fehlt; für die, die ihren Glauben an die Menschen verloren haben, weil sie immer und immer wieder enttäuscht worden sind; für die, die nicht mehr an sich glauben und die es schwer mit sich selbst haben. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für alle, die in Gefahr sind, sich gegen ihre Mitmenschen zu verschließen und zu vereinsamen. Für die Eheleute, die einander fremd geworden sind und sich nichts mehr zu sagen haben; für die Eltern, die ihre Kinder nicht mehr verstehen; für die Kinder, die ohne die Liebe ihrer Eltern aufwachsen müssen; für die Jungen und Mädchen, denen das Leben bereits nichts mehr zu sagen hat und die Zuflucht zu Drogen nehmen; für die, deren Kindheit durch Krieg zerstört wird. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich.
Herr unser Gott, du kennst einen jeden mit Namen, du lässt keinen von uns verloren gehen. Darum bitten wir dich: Lass uns erfahren, dass du ein Gott der Lebendigen bist und dass du das Glück der Menschen willst. Gib uns allen Kraft, das sichtbar werden zu lassen in der Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich.
Herr, unser Gott, du bist der König unseres Lebens, wir bitten dich: gib uns eine unerschütterliche Bereitschaft, uns so zu nehmen, wie wir sind. Bleibe uns nahe, damit wir Kraft bekommen, einander beizustehen, und in Frieden miteinander zu leben, durch Jesus Christus, unsern Herrn.
Amen

III - Hebr 11, 1-2(8-12.39-40); 12, 1-3

IV - Joh 17, 1-8

Fürbittengebet:

Angesichts unseres gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus kann uns das Leid so vieler Menschen in unserer Welt nicht ungerührt lassen. Lasst uns darum beten für alle Menschen, die in Not sind, für die Opfer der Kriege und Katastrophen, für die Arbeitslosen, für die wegen ihrer Rasse, ihrer politischen Gesinnung oder ihrer Religion Verachteten und Verfolgten. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich. (EG 178.x oder gesprochen)
Herr, unser Gott, unsere Welt ist voll von Not und Elend und wir können uns fast nicht vorstellen, dass es auch anders sein könnte. Darum bitten wir dich: Lass uns erfahren, dass du bei uns bist als der Gott, der mit uns leidet. Stärke unser Vertrauen, dass du keines Menschen Leid vergisst, und lass deine Nähe sichtbar werden in der Güte, die wir Menschen einander schenken. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für alle Menschen, die von Unsicherheit und von Zweifel geplagt werden und deren Glaube an dich nachlässt, für alle, die nichts mehr vom Leben erwarten, für alle, die nur noch schwarz sehen für ihre Zukunft, weil ihnen das Nötigste zum Leben fehlt, für die, die ihren Glauben an die Menschen verloren haben, weil sie immer und immer wieder enttäuscht worden sind, für die, die nicht mehr an sich glauben und die es schwer mit sich selbst haben. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich.
Herr unser Gott, du kennst einen jeden mit Namen, du lässt keinen von uns verloren gehen. Darum bitten wir dich: Lass uns erfahren, dass du ein Gott der Lebenden bist und dass du das Glück der Menschen willst. Gib uns allen Kraft, das sichtbar werden zu lassen in der Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich. (EG 178.11)
Wir bitten für alle, die in Gefahr sind, sich gegen ihre Mitmenschen zu verschließen und zu vereinsamen. Für die Eheleute, die einander fremd geworden sind, für die Eltern, die ihre Kinder nicht mehr verstehen, für die Kinder, die ohne die Liebe ihrer Eltern aufwachsen müssen, für die Jungen und Mädchen, denen das Leben bereits nichts mehr zu sagen hat, und für die, deren Kindheit durch Krieg zerstört wurde und wird. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich. (EG 178.11)
Herr, unser Gott, du bist der König über alle Welt, du bist der König unseres Lebens, wir bitten dich: gib uns eine unerschütterliche Bereitschaft, einander so zu nehmen, wie wir sind. Hilf, dass wir auf Deine Gegenwart vertrauen, damit wir Kraft bekommen, einander beizustehen, und in Frieden miteinander zu leben, durch Jesus Christus, unsern Herrn.
Amen

V - Joh 12, 12-19

VI - Phil 2, 5-11

M - Joh 12, 31-33

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