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Osternacht
Sieg über den Tod* - Predigtbeispiele

Proprium | Predigttext | Liedvorschläge | Predigten


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Predigtvorschläge zu Jes 26, 13-14 (15-18) 19
Rev. 2014: Mt 28, 1-10 (Evangeliumslesung - s. Reihe I) (III)

Eine Predigt von mir zu Jes 26, 13-19 finden Sie auf der Webseite des Kaiserdoms in Königslutter


Liedvorschläge zur Predigt:

Christ ist erstanden (EG 99)
Wir wollen alle fröhlich sein (EG 100)
Verleih uns Frieden gnädiglich (EG 421)

Predigtvorschläge zu 2. Tim 2, 8a (9b-13)
Rev. 2014: 1. Thess 4, 13-18 (s. auch Reihe IV) (VI)

Predigt zur Osternacht am 20.4.2014

Wir haben uns an diesem Morgen
schon ganz auf Ostern eingestellt.
Weg mit Furcht und weg mit Sorgen
und allem, was uns nicht gefällt.

Die Sonne zeigt schon ihr Gesicht,
auch dann, wenn wir nur Wolken seh'n,
Sie bringt das helle Tageslicht
und hilft uns sich're Wege geh'n.

Und just genau um diese Stunde,
vor etwa zweimal tausend Jahr'n,
da machten Frauen ihre Runde
sie wollten sich dem Friedhof nah'n.

Denn dort, das wissen alle schon,
lag Jesus tot in einem Grabe,
die Frauen machten keinen Ton,
doch jede hatte eine Gabe.

Die eine brachte Salben mit,
und Öle trug die zweite,
so gingen sie mit forschem Schritt,
dass man den Leib bereite

für seine lange, ew'ge Ruh.
So gingen sie dem Grabe zu,
Die Dritte trug dann Tücher noch.
doch wie kommt man nur in das Loch?

Sie wussten ja, das Grab war dicht,
Denn niemand sollte Frevel tun,
So ist der Lauf dieser Geschicht',
Die Toten sollt ihr lassen ruh'n.

Ein dicker, großer Stein war da,
ganz schwer und unbeweglich,
die Frauen waren nun schon nah,
doch war ihr Weg vergeblich?

Denn Kraft und Stärke sind gefragt,
den Stein bewegt nicht irgendwer,
da wird man leicht mal ganz verzagt,
ein kräft'ger Mann muss dafür her.

Denkt ihr! Mit einem geht es nicht,
es müssen Viere sicher sein,
der Stein, der hat schon sein Gewicht,
geballte Kraft muss da herein.

Schon schau'n sie sich nach Hilfe um,
nur wenig Meter sind es noch,
dann gehen sie zum Grab herum,
und schauen in ein schwarzes Loch.

Der Stein ist fort! Das darf nicht sein,
sie schauen sich verwundert an,
nur eine wagt sich sacht hinein,
die andern stehen hintenan.

Sie schaut und sucht und sieht sich um,
der Leib des Herrn ist nicht mehr da,
zum Ausgang dreht sie sich dann um,
da sind zwei Männer ihr ganz nah.

Das war erstmal ein großer Schreck,
doch fasst sie Mut und fragt sogleich:
„Wart ihr schon hier? Mein Herr ist weg!”
und wird dann doch noch ziemlich bleich.

„Ihr sucht”, so hört sie daraufhin,
„den Herrn, der lebt, am falschen Ort.
Verstandet ihr denn nicht den Sinn,
von dem von ihm gesproch'nen Wort?

Er hatte euch doch einst gesagt,
dass er getötet werden muss
Von Sündern, die ihn nie gefragt,
Doch kommt es damit nicht zum Schluss.

Er sagte auch, das stimmt genau,
dass er bald auferstehen wird,
am dritten Tag im Morgengrau,
die Sonne dann den Tag gebiert.

Kommt euch nun die Erinnerung?”
Die Frauen schauten sich kurz an.
Sie hörten die Verkündigung
und wussten, das hat Gott getan.

Sie machten kehrt und brachen auf,
zurück, es sollte schneller geh'n,
doch gab es keinen Wettkampf-Lauf,
der Wind ließ ihre Haare weh'n.

Sie kamen zu den Jüngern bald,
die war'n noch ganz verschlafen
und hörten es und blieben kalt,
als sie die Worte trafen.

Was reden die nur für 'nen Quatsch,
so haben sie sogleich gesagt.
Das ist doch nur mal wieder Tratsch,
sein Tod euch an der Seele nagt.

'Was soll's', so dachte Petrus sich
und schlich sich unauffällig raus,
'ich werde überzeugen mich
und gehe dann auch gleich nach Haus.'

Er ging und lief und rannte gar,
und kam zum Grab und sah hinein,
er sah: der Herr war nicht mehr da,
das machte seinen Mut doch klein.

Das Grab war leer, das sah er wohl,
und niemand war für ihn bereit,
kein Mann in Weiß, sein Kopf schien hohl,
kein Menschlein war da weit und breit.

Der Petrus war schon recht verzagt,
Die Frauen hatten's erst geseh'n,
und ihnen wurde es gesagt,
Es ging jetzt nur um's Auferstehn.

Doch glauben, das ging gar nicht gut,
es konnten ja auch Räuber sein,
die frech und voller Übermut
gestiegen in das Grab hinein,

und dann den Leib des Herrn versteckt,
Wohin? Warum? Das weiß man nicht,
sie waren sicher ganz verdreckt,
und scheuten dazu noch das Licht.

Auch Petrus kam es in den Sinn,
was ihm der Herr mal einst gesagt,
dass ihn der Tod wird raffen hin
und steht dann auf am dritten Tag.

Doch glauben, das fiel viel zu schwer,
so wandte sich der Jünger fort,
und dachte dann noch hin und her,
als er ging weg von diesem Ort.

Wir wissen, dass am gleichen Tag
der Herr zwei Jüngern bald erschien,
er brach das Brot, so wie man's mag
, und da erkannten sie dann ihn.

Noch manches and're wird erzählt,
der Lukas schrieb es alles auf,
Der Herr hat's Leben sich erwählt,
nun nimmt das unsre seinen Lauf.

Der Predigttext war das zwar nicht,
doch passt es zu dem heut'gen Tag,
es ist ja schließlich die Geschicht'
von Ostern, die wohl jeder mag.

Der Predigttext steht in 'nem Brief,
ganz kurz und knapp, so soll er sein,
ein halbes Verslein ist er tief,
passt fast in eine Zeile rein.

Er lautet – ich mach's im Gedicht:
„Halt im Gedächtnis Jesus Christ,
vom Tod er auferstanden ist.”
So kommt zu uns das wahre Licht
.
Der Vers steht bei Timotheus,
Brief zwei enthält ihn und noch mehr,
das werde euch nicht zum Verdruss,
es soll euch freuen richtig sehr.

Kapitel zwei, da steht er dann
im achten Vers geschrieben,
Zuhause schaut ihn nochmal an,
und lest ihn vor den Lieben.

„Halt im Gedächtnis Jesus Christ,”
so geht ein Lied, ihr kennt es auch,
das tut uns gut, wahrhaftig ist
das Lied bei uns auch im Gebrauch.

Doch heute nicht, wir singen gern
von Ostern diesen ganzen Tag,
und freuen uns, dass nah und fern,
solch Lied ganz oft erklingen mag.

Die Osterbotschaft hören wir,
und nehmen sie auch in uns auf,
Der Tod ist tot! Das glauben wir
und das nimmt sicher seinen Lauf.

Wer Christus glaubt, der lebt fürwahr,
der Tod hat nichts zu sagen,
das Leben siegt! Gott ist uns nah!
So woll'n wir's fröhlich wagen

Und tragen in die Welt hinein
das Wort, das uns so froh gesagt,
dem Tod, dem geben wir ein Nein,
und sind dabei ganz unverzagt.

Weil Christus lebt, drum leb auch ich,
und du und all die andern,
die durch die Taufe ewiglich
in Gottes Nähe wandern

Und schauen seine Herrlichkeit
an aller Orten Enden.
So wollen wir voll Fröhlichkeit
uns nur zu ihm hin wenden.

Er ist der Herrscher überall,
sein Sieg schenkt uns das Leben,
wir hören's mit Posaunenschall,
Gott hat uns all's vergeben.

So gehen wir ganz wohlgemut
den Weg, den er uns zeiget,
und freu'n uns, dass er Gutes tut,
bis sich die Sonne neiget.

Wir danken ihm in Demut dann,
weil er uns immer nahe ist,
und sagen's auch mit Freude an:
„Wir danken dir, du Herre Christ.”

Halt im Gedächtnis Jesus Christ,
der auch am dritten Tage
siegreich vom Tod erstanden ist,
befreit von Not und Plage

Bedenke, dass er Fried gemacht,
weil Gott uns so sehr liebt,
sein Tod das Leben wiederbracht,
er uns're Schuld vergibt.

So denken wir nun immer dran,
und werden's nicht vergessen,
Was er so Gutes hat getan,
auch nicht beim Abendessen.

Sein Nam' in uns geprägt soll sein,
wir sind sein Volk wohl durch die Tauf',
so lasst es uns're Freude sein:
Das Leben, es nimmt seinen Lauf.

Drum sprechen wir nun unumwunden
das „Amen”, das heißt: es ist wahr,
und glauben es auch alle Stunden:
Er lebt! Dann wird's ein gutes Jahr.

Amen


Liedvorschläge zur Predigt:

Christ ist erstanden (EG 99)
Wir danken dir, Herr Jesu Christ (EG 107)
Warum sollt ich mich denn grmen ä(EG 370)
Ich steh in meines Herren Hand (EG 374)
Lasset uns mit Jesus ziehen (EG 384)
Halt im Gedächtnis Jesus Christ (EG 405)
Bei dir, Jesu, will ich bleiben (EG 406)
zu 1. Thess 4, 13-18:
Holz auf Jesu Schulter (EG 97)
Christ ist erstanden (EG 99)
O Tod, wo ist dein Stachel nun? (EG 113)
Jesus lebt, mit ihm auch ich (EG 115)
Er ist erstanden, Halleluja (EG 116)
Der schöne Ostertag! Ihr Menschen, kommt ins Helle (EG 117)
Der Herr ist auferstanden (EG 118 - Kanon)

Zuletzt überarbeitet: 07 Mai 2017
© Copyright 1998-2017 by Martin Senftleben

Bibeltexte: © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
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