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14. Sonntag nach Trinitatis
Kinder Gottes - Predigtanregung

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete | Predigten

Der 14. Sonntag nach Trinitatis redet von der heilenden Kraft Gottes. Das Thema dieses Sonntags ist diesmal von der Epistel her abgeleitet. Die anderen Texte haben wenig mit dem Thema zu tun. Es wird schwierig sein, die Thematik durchzuziehen, man sollte es aber versuchen. Von daher ist eine Vertiefung in die Epistel bei der Studie des aktuellen Predigttextes ratsam.

III - Mk 1, 40-45
Rev. 2014: 1. Mose 28, 10-19a(19b-22)* (= Gen 28, 10-19a(19b-22) - Alttestamentliche Lesung - s. auch Reihe V)

Und es kam zu ihm ein Aussätziger, der bat ihn, kniete nieder und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich reinigen. 41 Und es jammerte ihn, und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach zu ihm: Ich will's tun; sei rein! 42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er wurde rein. 43 Und Jesus drohte ihm und trieb ihn alsbald von sich 44 und sprach zu ihm: Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst; sondern geh hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis. 45 Er aber ging fort und fing an, viel davon zu reden und die Geschichte bekanntzumachen, so dass Jesus hinfort nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen konnte; sondern er war draußen an einsamen Orten; doch sie kamen zu ihm von allen Enden.

[Die Perikopenrevision von 2014 sieht folgenden Text vor:] 1. Mose 28, 10-19a(19b-22)* (= Gen 28, 10-19a(19b-22)
Aber Jakob zog aus von Beerscheba und machte sich auf den Weg nach Haran 11 und kam an eine Stätte, da blieb er über Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein von der Stätte und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich an der Stätte schlafen. 12 Und ihm träumte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. 13 Und der HERR stand oben darauf und sprach: Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. 14 Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und Süden, und durch dich und deine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. 15 Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.
16 Als nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht! 17 Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. 18 Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Steinmal und goss Öl oben darauf 19 und nannte die Stätte Bethel; vorher aber hieß die Stadt Lus. 20 Und Jakob tat ein Gelübde und sprach: Wird Gott mit mir sein und mich behüten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen 21 und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der HERR mein Gott sein. 22 Und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Steinmal, soll ein Gotteshaus werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.

Ein etwas merkwürdiges Geschehen: der Aussätzige unterwirft sich Jesu Wollen, um dann seine Anordnung zu ignorieren. Der Aussätzige sagt: "willst du, so kannst du mich rein machen". Er sagt noch nicht mal: "so mache mich rein". Es bleibt also Jesus völlig freigestellt, ob er nun seine heilende Kraft wirksam werden lässt oder nicht. Er tut es denn auch, nicht ohne ausdrücklich zu betonen, dass er es nur tut, weil er es will.
Es wirft sich sofort die Frage auf, ob wir so hilflos dem Willen Gottes untergeordnet sind. Sind wir nicht vielmehr in Freiheit geboren, und ist es nicht unser Wollen, das darüber entscheidet, ob wir die heilende Kraft Gottes empfangen oder nicht? In gewissem Sinne schon, aber so wie wir frei sind, so ist auch Gott frei. Er nutzt diese Freiheit aber nicht, uns zu schaden. Jesu "ich will" ist eine Aussage, die wohl eher als Ankündigung seines Auftrages zu verstehen ist. Ich will es jetzt tun, denn darum bin ich hierhergekommen in diese Welt.
Der zweite Abschnitt der Perikope handelt vom sogenannten Messias-Geheimnis. Obgleich die Identität Jesu verhüllt bleiben soll, indem von seinen Taten nichts an die Öffentlichkeit gerät, wird um so mehr über ihn berichtet. Es geht so weit, dass er sich nirgends mehr blicken lassen kann, und das am Anfang seiner Tätigkeit!
Für die Predigt wäre es vielleicht am einfachsten, den zweiten Teil nicht von der Theologie des Messias-Geheimnisses, sondern vielmehr von der Person des geheilten Aussätzigen her zu betrachten. Er ist so überwältigt von dem heilenden Handeln Jesu, dass er dessen Anordnung schlicht ignoriert. Dies steht im Widerspruch zu seinem vorherigen Verhalten, in dem er sich völlig dem Willen Jesu unterordnet. Nachdem er geheilt ist, spielt dieser Wille überhaupt keine Rolle mehr. Freilich wird durch das Ignorieren der Anordnung Jesu Jesus keine große Gewalt angetan: es dient ihm ja auch, wenn die Kunde von ihm bekannt gemacht wird, und wie wir wissen, haben diese Passagen in Markus eine ganz besondere theologische Bedeutung.
Leider wird der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang nur sehr schwer fassbar. Man kann zwar sagen, dass der Aussätzige ein Kind Gottes ist, aber das kann man ja von jedem sagen. Das Verhältnis zwischen Jesus und dem Aussätzigen ist nicht das des Sohnes zum Vater, sondern das des unterwürfigen Dieners zum Herrn. Vielleicht kann man das Thema des Sonntags aber doch in diesem Predigttext erkennen, nämlich dort, wo der Geheilte hingeht und gegen den Willen Jesu von dessen Tat berichtet. Hier kann man ein bestimmtes Charakteristikum der "Kinder Gottes" schon erkennen: sie können es nicht lassen, von Gott zu reden. Selbst Gott kann es ihnen nicht verbieten.

Liedvorschläge zur Predigt:

Sollt ich meinem Gott nicht singen (EG 325)
Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut (EG 326)
Danket, danket dem Herrn (EG 336)
Mein Herz ist bereit (EG 339)
Auf meinen lieben Gott (EG 345)
Von Gott will ich nicht lassen (EG 365 - Wochenlied!)
Dass ich springen darf und mich freuen (KHW-EG 606)

Die Anregungen für alle Predigtreihen

Buchempfehlungen:

Zuletzt überarbeitet: 18 September 2017
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