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3. Sonntag nach Trinitatis
Das Wort der Versöhnung - Predigtanregung

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge

Der 3. Sonntag nach Trinitatis stellt in gewisser Weise die Fortsetzung des 2. Sonntags nach Trinitatis dar, denn nun geht es um die offenen Arme, die den empfangen, der schon lange eingeladen ist. Die Gleichnisse vom "Verlorenen" oder die Geschichte vom Zachäus unterstreichen dies sehr deutlich. Gott will die Sünder selig machen, darum geht es, und er hindert keinen einzelnen, zu ihm zu kommen.

IV - 1. Joh 1, 5 - 2, 6
Rev. 2014: Jona 4

Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. 6 Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. 7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. 8 Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. 10 Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
2, 1 Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. 2 Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. 3 Und daran merken wir, dass wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten. 4 Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht. 5 Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. 6 Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat.

[Die Perikopenrevision von 2014 sieht folgenden Text vor:] Jona 3,10 - 4
3,10 Als aber Gott das Tun der Menschen von Ninive sah, wie sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat's nicht.
4, 1 Das aber verdross Jona sehr und er ward zornig 2 und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, das ist's ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war, weshalb ich auch eilends nach Tarsis fliehen wollte; denn ich wusste, dass du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und lässt dich des Übels gereuen. 3 So nimm nun, HERR, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben. 4 Aber der HERR sprach: Meinst du, dass du mit Recht zürnst?
5 Und Jona ging zur Stadt hinaus und ließ sich östlich der Stadt nieder und machte sich dort eine Hütte; darunter setzte er sich in den Schatten, bis er sähe, was der Stadt widerfahren würde. 6 Gott der HERR aber ließ eine Staude wachsen; die wuchs über Jona, dass sie Schatten gäbe seinem Haupt und ihm hülfe von seinem Unmut. Und Jona freute sich sehr über die Staude.
7 Aber am Morgen, als die Morgenröte anbrach, ließ Gott einen Wurm kommen; der stach die Staude, dass sie verdorrte. 8 Als aber die Sonne aufgegangen war, ließ Gott einen heißen Ostwind kommen, und die Sonne stach Jona auf den Kopf, dass er matt wurde. Da wünschte er sich den Tod und sprach: Ich möchte lieber tot sein als leben.
9 Da sprach Gott zu Jona: Meinst du, dass du mit Recht zürnst um der Staude willen? Und er sprach: Mit Recht zürne ich bis an den Tod. 10 Und der HERR sprach: Dich jammert die Staude, um die du dich nicht gemüht hast, hast sie auch nicht aufgezogen, die in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb, 11 und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt, in der mehr als hundertundzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?

Dieser Text bietet eine Fülle von Ansatzpunkten:
Zunächst stellt diese Perikope den Dualismus zwischen Licht und Finsternis vor, den anzuwenden man sich hüten muss. Die Schwarz-Weiß-Malerei kann zerstörerisch wirken, das hat sich immer wieder in der Geschichte erwiesen. Auf der anderen Seite muss man sich aber auch davor bewahren, zu nachlässig zu sein und alles zuzulassen. Auch darin kann eine zerstörerische Kraft liegen.
Dann wird unsere Position gewissermaßen "ausgelotet": wandeln wir im Licht oder in der Finsternis? Dabei scheint für den Verfasser eines festzustehen: wir sind Sünder. Die Sünde kann uns zwar vergeben werden und wird uns vergeben, wenn wir sie bekennen, aber wir können nicht von uns aus sagen, dass wir ohne Sünde wären. Darin ist wohl ein Versuch des Verfassers zu sehen, die Notwendigkeit des Opfertodes Jesu zu begründen. Dementsprechend geht der Text dann auch weiter, indem er auf den Fürsprecher Jesus Christus hinweist, durch den wir versöhnt werden.
Schließlich wird das Handeln nach den Geboten eingefordert (Verse 3-5). Nur wenn wir auch nach den Geboten Christi handeln, sind wir Christen; sonst sind wir Lügner.
Es werden drei Schwerpunkte erkennbar:

  1. Gott und die Welt - die Spannung zwischen Gott und der Welt, dem Licht und der Finsternis
  2. der Glaube - die Antwort des Menschen auf Gottes Existenz und auf Gottes Handeln
  3. die Frucht des Glaubens - das Handeln des Menschen angesichts Gottes

Über jedes einzelne dieser Themen könnte man eine ausführliche Predigt halten. Der Schwerpunkt der Perikope scheint aber doch auf dem Sündenverständnis und unserem Verhältnis zur Sünde zu liegen. Es wird deutlich betont, dass wir Sünde haben, genauso wie die Tatsache, dass uns diese Sünde vergeben wird, wenn wir sie bekennen.
Vom kirchenjahreszeitlichen Zusammenhang her sollte der Aspekt der Sündenvergebung auch in der Predigt im Vordergrund stehen, denn dies ist das "Wort von der Versöhnung". Dabei kann es problematisch sein, die Theologie der Erbsünde zu bemühen - sie ist zu theoretisch und schwer zugänglich. Es wird kaum jemanden geben unter den Zuhörern, der oder die nicht auch die Erfahrung gemacht hat, dass man zwar das Gute will, aber das Böse getan hat. Sachzwänge machen es manchmal sehr schwer, das richtige zu tun. Anderen schaden tun wir, auch indirekt und ungewollt, eigentlich täglich. Es würde schon genügen, diese Zusammenhänge aufzuzeigen. Ist die Vergebung im Glauben angenommen, dann darf natürlich auch die Frucht des Glaubens nicht fehlen. Es kann aber nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass wir aus Gnade mit Gott versöhnt sind und nicht durch unser eigenes Verdienst. Was wir tun, ist Antwort auf Gottes erlösendes Handeln und nicht aus unserem eigenen Wollen entstanden.

Liedvorschläge zur Predigt:


Gottes Sohn ist kommen (EG 5)
Den die Hirten lobeten sehre (EG 29)
Also liebt Gott die arge Welt (EG 51)
Jesus ist kommen (EG 66)
O lieber Herre Jesu Christ (EG 68)
Wie schön leuchtet der Morgenstern (EG 70)
Du Morgenstern, du Licht vom Licht (EG 74)
Wir danken dir, Herr Jesu Christ (EG 79)
Wenn meine Sünd' mich kränken (EG 82)
Das Kreuz ist aufgerichtet, der große Streit geschlichtet (EG 94)
Allein zu dir, Herr Jesu Christ (EG 232)
Erneure mich, o ewigs Licht (EG 390)
Wenn mein Stündlein vorhanden ist (EG 522)
Licht, das in die Welt gekommen (KHW-EG 593)
zu Jona 4:
Nimm von uns, Herr, du treuer Gott (EG 146)
Und suchst du meine Sünde (EG 237)
Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut (EG 326)
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr (EG 382)

Die Anregungen für alle Predigtreihen

Buchempfehlungen:

Zuletzt überarbeitet: 18 Juni 2015
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