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8. Sonntag nach Trinitatis
Früchte des Geistes - Predigtanregung

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete

Der 8. Sonntag nach Trinitatis fragt nach der Antwort des Menschen auf das Handeln Gottes in seinem Leben. Diese Antwort erfordert nicht viel; es ist eigentlich ein schlichtes "Nichtverbergen" dessen, was man bekommen hat. Schwerpunkt der Texte ist aber auch das Licht, das von denen, die dem Volk Gottes angehören, ausgeht, oder an dem sie teilhaben.

IV - 1. Kor 6, 9-14.18-20
Rev. 2014: Joh 9, 1-7 (s. Reihe V)
1. Kor 6, 9-14 (15-17) 18-20 (W)

Oder wißt ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, 10 Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben. 11 Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.
12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangennehmen. 13 Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichte machen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. 14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.
Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. 19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

Diese Perikope beginnt mit dem Gerichtswort über alle "Ungerechten", die dann auch in Vers 9+10 noch etwas genauer benannt werden. Interessant ist dann die Fortsetzung in Vers 11: Und solche sind einige von euch gewesen. Also solche Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber. Aber sie sind reingewaschen, gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus. Dies sollte schon Grund genug sein, nicht mit Fingern auf die anderen zu zeigen, sondern die Liebe Gottes weiterzugeben.
Die Perikope umfasst nicht die drei folgenden Verse (15-17), wodurch nicht unwichtiges Hintergrundwissen verloren gehen kann. Das kann zwar in der Predigt ausgeglichen werden. Aber man mag sich fragen, warum diese Verse ausgeklammert wurden. Vermutete man hier vielleicht eine Überbetonung der Hurerei? Wohl kaum, denn Vers 18 geht ja auch noch einmal deutlich auf die Hurerei ein, und Vers 17 enthält eigentlich eine wichtige Aussage, die so nicht wieder vorkommt. Paulus scheint deswegen so sehr auf die Hurerei einzugehen, weil er damit schön die Verbindung zwischen dem Gläubigen und Gott verdeutlichen kann - in guter Tradition. Gerade dieser Aspekt wird ausgeklammert, wohl weil es darum im kirchenjahreszeitlichen Zusammenhang nicht geht.
Die Perikope betont die Heiligkeit des Leibes, die durch die Präsenz des Geistes gegeben ist. Dieser so geheiligte Leib soll nicht durch Sünde, egal welcher Art, geschändet werden. Vielmehr soll er sich würdig erweisen des Geistes Gottes. Aber man darf sicher fragen, ob ein so geheiligter Leib überhaupt einer Sünde fähig ist. Kann nicht der Geist Gottes die Kontrolle übernehmen und jegliches sündhafte Handeln unterbinden?
Möglich wäre es schon, aber sicher nicht von Gott gewollt. Die Freiheit des Menschen ist ja doch sehr wichtig; wenn er nicht frei wäre, hätte Gott ihn nicht erschaffen brauchen. Dieser Aspekt wird auch im 12. Vers deutlich: es ist mir alles erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten.
Vers 20 nun beginnt in vertrauter Weise, wird aber anders fortgeführt: ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe. Auch hier gibt es Grund zur Verwunderung: womit sind wir teuer erkauft? Das wird zumindest hier im engeren Zusammenhang nicht deutlich. Das Opfer Christi wird nicht angesprochen. Die Konsequenz aber ist ähnlich wie in 7,23. Der hohe Preis, der für unsere Erlösung gezahlt wurde, soll nicht missachtet werden, indem wir uns von Gott abwenden. Mit dem eigenen Leib Gott zu preisen, kann nur bedeuten, sich möglichst aller leiblicher Sünde zu enthalten. Dabei hilft die Vorstellung, dass der Leib ein Tempel des Geistes Gottes ist, den zu verunreinigen man sich zumindest damals sicher gefürchtet hat.
Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang wird hier deutlich: Weil der Geist Gottes in uns wohnt, sollen wir auch entsprechend handeln, d.h. wir bringen die Früchte des Geistes. Freilich nicht aus eigener Kraft, sondern durch die Kraft des Geistes, die schon in uns wohnt. Aber es geht hier vielleicht gerade um das, was wir selbst erbringen können: nämlich die Entscheidung, das zu tun, was dessen würdig ist, der in uns wohnt.
Darauf sollte die Predigt denn auch eingehen. Uns ist alles geschenkt, auch unsere Freiheit, in der wir uns von Gott abwenden können. Es geht hier darum, ein klares "Ja" zu sagen dazu, dass der Geist Gottes in uns wohnt. Mit diesem "Ja" werden wir befähigt, positiv in unserer Umgebung zu wirken - wir werden zu Engeln.

Liedvorschläge zur Predigt:


Komm, Feuer Gottes, Heilger Geist (EG 127, 4-7)
Zieh ein zu deinen Toren (EG 133)
Tu mir auf die schöne Pforte (EG 166)
Ein reines Herz, Herr, schaff in mir (EG 389)
*Erneure mich, o ewigs Licht (EG 390)
*Vertraut den neuen Wegen (EG 395)

Die Anregungen für alle Predigtreihen

Buchempfehlungen:

Zuletzt überarbeitet: 20 Juli 2015
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