Beschreibung:
Seit dem 5. Jahrhundert begeht die Kirche einen Erntedanktag, ohne dafür ein festes Datum zu nennen. Im
europäischen Festland fiel der Erntedanktag allerdings Häufig mit dem
Michaelistag (29. September) zusammen, da hier das Wirken Gottes durch die
Engelmächte, das in der Natur sichtbar werden kann, bedacht wurde. Vielerorts wurde das Erntedankfest aber auch in
unmittelbarer Verbindung mit der tatsächlichen Ernte gefeiert. In der gallischen Kirche ist zumindest im 8. Jahrhundert
das Messformular für eine Erntedankmesse zu finden, das aber nicht von der römischen Kirche übernommen wurde. Überhaupt gibt es
in der römisch-katholischen Kirche keinen festgelegten Erntedanktag, auch wenn es in ländlichen Gegenden schon immer Erntedankmessen gab.
Die Tradition des Erntedankfestes entwickelte sich im protestantischen Bereich zunächst aus sogenannten Erntepredigten, die häufig am letzten Sonntag nach Trinitatis erfolgen sollten. Preußen setzte 1773 den Sonntag nach Michaelis als Erntedanktag fest. In Baden geschah die Festlegung auf den letzten Sonntag nach Trinitatis im Jahr 1805.
In der südlichen Hemisphäre wäre es allerdings wohl angebracht, diesen Tag nicht an Michaelis zu orientieren, sondern in die Nähe der dortigen Erntezeit (um Ostern herum) zu rücken.
Seit der EKD-weiten Perikopenrevision 2018, aber auch schon vorher ist man dazu übergegangen, das Erntedankfest auf den 1. Sonntag im Oktober zu legen. Dies entspricht auch in den meisten Fällen der Orientierung am Michaelisfest. Durch diese Vereinfachung der Festlegung, die sich nur noch an den kalendarischen Eckpunkten und nicht an kirchlichen Festen orientiert, geht aber der Bezug zum Michaelisfest gänzlich verloren, weswegen ich diese Besonderheit auf meiner Webseite beibehalte und, falls der Kalender es zulässt, das Erntedankfest auch für den 30. September anzeige. Letztlich bleibt es den Gemeinden überlassen, wann sie diesen Danktag begehen.
Das Erntedankfest lässt den Menschen dankbar auf die Schöpfung blicken, die ihm gegeben ist, um sein irdisches Leben zu erhalten.
Das Erntedankfest liegt in der Nähe des Endes des Kirchenjahres. Es ist ein traditionsreiches Fest, in dem der Schwerpunkt auf dem Danken liegt für Gottes vielfältige Gaben, mit denen er uns versorgt. Der Dank äußert sich auch darin, dass wir bereit sind zum Teilen dessen, was letztlich ohnehin nicht uns gehört, sondern geschenkt ist, denn Wachstum und Gedeihen gibt der Herr.
Die Tradition des Erntedankfestes entwickelte sich im protestantischen Bereich zunächst aus sogenannten Erntepredigten, die häufig am letzten Sonntag nach Trinitatis erfolgen sollten. Preußen setzte 1773 den Sonntag nach Michaelis als Erntedanktag fest. In Baden geschah die Festlegung auf den letzten Sonntag nach Trinitatis im Jahr 1805.
In der südlichen Hemisphäre wäre es allerdings wohl angebracht, diesen Tag nicht an Michaelis zu orientieren, sondern in die Nähe der dortigen Erntezeit (um Ostern herum) zu rücken.
Seit der EKD-weiten Perikopenrevision 2018, aber auch schon vorher ist man dazu übergegangen, das Erntedankfest auf den 1. Sonntag im Oktober zu legen. Dies entspricht auch in den meisten Fällen der Orientierung am Michaelisfest. Durch diese Vereinfachung der Festlegung, die sich nur noch an den kalendarischen Eckpunkten und nicht an kirchlichen Festen orientiert, geht aber der Bezug zum Michaelisfest gänzlich verloren, weswegen ich diese Besonderheit auf meiner Webseite beibehalte und, falls der Kalender es zulässt, das Erntedankfest auch für den 30. September anzeige. Letztlich bleibt es den Gemeinden überlassen, wann sie diesen Danktag begehen.
Das Erntedankfest lässt den Menschen dankbar auf die Schöpfung blicken, die ihm gegeben ist, um sein irdisches Leben zu erhalten.
Das Erntedankfest liegt in der Nähe des Endes des Kirchenjahres. Es ist ein traditionsreiches Fest, in dem der Schwerpunkt auf dem Danken liegt für Gottes vielfältige Gaben, mit denen er uns versorgt. Der Dank äußert sich auch darin, dass wir bereit sind zum Teilen dessen, was letztlich ohnehin nicht uns gehört, sondern geschenkt ist, denn Wachstum und Gedeihen gibt der Herr.
Eingangsvotum:
Am Erntedanktag danken wir Gott für die Gaben seiner Schöpfung, die er
uns so reichlich gibt, und werden daran erinnert, dass der Ertrag unserer Arbeit
nicht uns gehört, sondern von Gott kommt und sein Eigentum ist. So können
wir auch die nicht vergessen, die in unserer Welt Hunger leiden müssen, und
sind froh, dass wir ihnen durch unseren Überfluss helfen können,
damit auch sie teilhaben an den Gaben der Schöpfung Gottes.
Wochenspruch:
Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. (Ps 145, 15)
Wochenlied:
Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit (EG 502; Musikvideo zum Lied [von »Ben das Brot (aus der Stadtkirche Baden-Baden)«])
Auf der Spur des Hirten (
Weitere Liedvorschläge
Auf der Spur des Hirten (
HE-EGGesangbuch für die Kirchen in Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau
616; Musikvideo zum Lied [von »detlefkorsen«])Weitere Liedvorschläge
Antiphon:
Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. (Ps 104, 24)
Halleluja-Vers:
Lobet den Herrn; denn unsern Gott loben, das ist ein köstlich Ding, ihn loben ist schön und lieblich. (Ps 147, 1)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Hierzu ist wohl nichts zu sagen. Jede Gemeinde wird ihre eigenen Traditionen haben, die sich um den Erntedank
winden. In unserer Gemeinde wird das Erntedankfest zu einem „Tag der ausländischen Mitbürger“. In diesem
Zusammenhang wäre es sicher auch sinnvoll und gut, wenn man Produkte aus dem Fairen Handel anbietet bzw. vorstellt. Gerade
in städtischen Gemeinden, wo es keine Landwirte gibt, mag dies nützlich sein. Außerdem ist natürlich die Industrialisierung der
Landwirtschaft Anlass, an diesem Tag das Augenmerk zurück auf das Wesentliche von Wachstum und Gedeihen, Ernte und Ernährung
zu lenken.
Kyriegebet:
Vater im Himmel, du machst uns reich durch deine Gaben, täglich haben wir mehr als genug zu
essen. Wir bekennen, dass wir oft sorglos mit deinen Gaben umgehen. Was zu viel ist, werfen wir weg, und
was uns nicht schmeckt, lassen wir stehen. Wir vergessen, dass es unzählige Menschen gibt, die dankbar
wären, wenn sie nur einmal so viel zu essen hätten wie wir. Hilf, dass wir unsere Mitmenschen nicht vergessen.
Wir rufen zu dir:
Kollektengebet (Tagesgebet):
Himmlischer Vater, du schenkst uns alles, was wir zum Leben nötig haben, und mehr.
Dafür danken wir dir und bitten dich: lass uns nicht vergessen, dass du uns auch die Verantwortung
für deine Schöpfung übertragen hast. Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn,
unseren Herrn und Bruder.
Amen
Amen
Bach-Kantaten:
*BWV 39 - Brich dem Hungrigen dein Brot (I)
*BWV 187 - Es wartet alles auf dich
*BWV 187 - Es wartet alles auf dich
Liturgische Farbe:
Grün
Biblische Texte (Perikopen)
Psalm:
104, 1a.10-15.27-30.33 (
LPfGLieder und Psalmen für den Gottesdienst -
Ergänzungsheft zum EG 2018
89)I:
Jes 58, 7-12 (Brich dem Hungrigen dein Brot!)
II:
Evangelium
Predigttext
Evangelium
Predigttext
Mk 8, 1-9 (Wie viel Brote habt ihr?)
III:
Epistel
Epistel
2. Kor 9, 6-15 (Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten.)
IV:
Altes Testament
Altes Testament
Dtn 8, 7-18 (5. Mose 8, 7-18) (Hüte dich davor, den HERRN, deinen Gott, zu vergessen.)
V:
Lk 12, (13-14)15-21 (Niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.)
VI:
1. Tim 4, 4-5 (Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut.)
M:
5. Mose 26, 1-11 (= Dtn 26, 1-11)
Mt 6, 19-23
Lk 12, 22-31
1. Tim 6, 6-11
Hebr 13, 15-16
Mt 6, 19-23
Lk 12, 22-31
1. Tim 6, 6-11
Hebr 13, 15-16