das Kirchenjahr

Karsamstag

Den Toten predigen

Gottesdienstentwurf
Der Karsamstag kann durch eine Mette (Morgengebet) und eine Vesper (Abendgebet) begangen werden. In der Mette steht die Grablegung Jesu im Vordergrund (z.B. Mt 27, 57-66), in der Vesper seine Höllenfahrt (1. Petr 3, 18-22). Für diese Gebetsgottesdienste sollte äußerste Schlichtheit angestrebt werden. Es genügen folgende Elemente:

- Eingangsvotum (z.B. der Spruch des Karfreitag oder): Am Karsamstag denken wir daran, dass Jesus im Tod nicht ruhte, sondern in die Hölle hinabstieg, um dort den Geistern zu predigen. Wir ehren die Ruhe des Grabs und erkennen, dass der Tod Jesu geschehen musste, damit er wirklich all Bereiche unserer Welt, einschlie├člich des Todes, erfülle und beherrsche. Wir sind dankbar, dass Gott sich in Jesus auch den Toten zuwendet.
- Psalm: 88, 2-7.11-13 od. Jona 2, 3-10
zur Mette: 88
zur Vesper: Jona 2, 3-10
- Lesung: Mt 27, (57-61) 62-66 oder 1. Petr 3, 18-22 oder Hes 37, 1-14 (= Ez 37, 1-14)
- Auslegung (kann entfallen)
- Lied: Jesus Christus, unser Heiland (EG 102)
- Vaterunser
- Entlassung und Segen

Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein).
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Kirchenleitung empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.