das Kirchenjahr

Christfest II

Die Geburt des Herrn

Proprium

Beschreibung:
Das Christfest II ist zugleich der Tag des Erzmärtyrers Stephanus. Inhaltlich ist dieser Tag, wenn er als "Tag nach der Geburt des Herrn" gefeiert wird, nur noch ein Abglanz. Seine Existenz geht auf das Verlangen zurück, die Weihnachtsbotschaft immer und immer wieder zu hören, gewissermaßen das Geschehen der Christnacht zu einem andauernden Erlebnis werden zu lassen. Eine besondere Stellung erhält dieser Tag jedoch durch das Evangelium, das den Prolog des Johannes-Evangeliums enthält und so die Geburt Jesu in den Kontext der Schöpfung stellt. Von daher ist dieser Tag vielleicht gerade heute von besonderer Bedeutung.
Eingangsvotum:
Am 2. Christtag denken wir besonders darüber nach, was die Fleischwerdung Gottes bedeutet. Wir spüren, dass das große Geschenk der unmittelbaren Nähe Gottes uns unermesslich reich macht dadurch, dass er selbst arm wurde.
Wochenspruch:
Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.
Wochenspruch:
Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Joh 1, 14a)
Wochenlied:
Zu Bethlehem geboren (EG 32) oder
Kommt und lasst uns Christum ehren (EG 39)
Antiphon:
Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben. Und er heißt: Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst. Halleluja! (Jesaja 9, 5)
Halleluja-Vers:
Der Herr gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel, aller Welt Enden sehen das Heil unseres Gottes. oder Erschienen ist uns der Tag, den Gott geheiligt. Kommt herzu, ihr Völker, und betet an den Herren; denn heute steigt herab das große Licht auf die Erde. (altkirchlich)(Ps 98, 3 (für den ersten Vers))
Kollektengebet:
Barmherziger Gott, immer wieder zweifeln wir an dir, denn du zeigst dich uns nicht als der Mächtige und Gewaltige, sondern als der Liebende und vergebende Gott. Als Kind kommst du in unsere Welt. Wir bitten dich: lass uns das Geschenk deiner Nähe annehmen, damit wir der Welt kundtun können: du bist da! Durch Jesus Christus, deinen Sohn. Amen
Liturgische Farbe:
weiß

Biblische Texte (Perikopen)

Psalm:
96, 1-3.7-13
I:
Röm 1, 1-7 (Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!) - Predigttext
II:
Mt 1, 18-25 (s. Christnacht Reihe III)
(Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem heiligen Geist.) - Evangelium-Lesung
III:
Hebr 1, 1-4(5-14) (Gott hat zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles.) - Epistel-Lesung
IV:
Jes 7, 10-14 (Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.) - AT-Lesung
V:
Mt 1, 1-17 (Jakob zeugte Josef, den Mann der Maria, von der geboren ist Jesus, der da heißt Christus.)
VI:
2. Kor 8, 7-9 (Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.)
M:
Joh 3, 31-36
1. Joh 4, 9-10
Offb 7, 9-17
Offb 12, 1-6 (13-17)