das Kirchenjahr

Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr

Weltgericht

Proprium

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Beschreibung:
Der Vorletzte Sonntag im Kirchenjahr befasst sich mit dem Weltgericht, wie es vielfach im Neuen Testament angekündigt. Viele Menschen unterliegen der Gefahr, das Kommen des Weltgerichtes in den Zeichen dieser Zeit zu sehen: in Verwüstungen, Naturkatastrophen, Kriegen usw. Dabei machen sie sich zu Beobachtern, obgleich sie doch selbst Betroffene sein müssten. Unser Glaube lehrt uns, dass Gott barmherzig und gnädig ist und dem vergibt, der sich ihm in Vertrauen zuwendet. Somit ist es wohl angebracht, das Weltgericht als ein positives Geschehen zu erwarten und nicht als etwas, das Zerstörung und damit Leid bringt.
Eingangsvotum:
Am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres hören wir die Erzählung vom Weltgericht und werden daran erinnert, dass auch wir nicht dem Gericht ausweichen können. Aber wir wissen, dass wir hindurchkommen durch die Liebe Gottes, die er uns in seinem Sohn Jesus Christus bewiesen hat. Diese Liebe wollen wir auch in unserem Leben weitergeben.
Wochenspruch:
Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. (2. Kor 5, 10a)
Wochenlied:
Es ist gewisslich an der Zeit (EG 149)
Es mag sein, dass alles fällt (EG 378)
Musikvideo zum ersten Wochenlied von Miguel-Pascal Schaar
Weitere Liedvorschläge
Antiphon:
Herr, geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. (Ps 143, 2)
Halleluja-Vers:
Die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden, denn Gott selbst ist Richter. (Ps 50, 6)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Da der Buß- und Bettag kein gesetzlicher Feiertag mehr ist, könnte man schon an diesem Tag Elemente dieses Tages in den Gottesdienst aufnehmen, z.B. indem ein umfangreiches Sündenbekenntnis gesprochen wird und dann ein persönlicher Zuspruch der Sündenvergebung erfolgt.
Kyriegebet:
Allmächtiger Gott, der du die Welt in Händen hältst: hilf, dass wir erkennen, wenn wir unseren Mitmenschen in der Nähe oder Ferne schaden durch Gedanken, Worte oder Werke, und leite uns auf den Weg der Versöhnung und des Friedens, wie du ihn vor uns durch Jesus Christus gegangen bist. Wir rufen zu dir:
Kollektengebet (Tagesgebet):
Allmächtiger Gott, Herrscher des Himmels und der Erde: lass uns im Leben nicht vergessen, dass wir sterben müssen. Und wenn Du uns vor deinen Richterstuhl rufst, lass uns blicken auf den, der für uns bereits den Freispruch erwirkt hat: Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Heiland, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen
Bach-Kantaten:
*BWV 70 - Wachet! Betet! Betet! Wachet
*BWV 94 - Was frag ich nach der Welt
*BWV 105 - Herr, gehe nicht ins Gericht
*BWV 168 - Tue Rechnung! Donnerwort
Liturgische Farbe:
grün

Biblische Texte (Perikopen)

Psalm:
50, 1-6.14-15.23 (
LPfG Beiheft Lieder und Psalmen für den Gottesdienst
59)
I:
Altes Testament
Hiob 14, 1-6(7-12)13(14)15-17 (Der Mensch lebt kurze Zeit, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht.)
II:
Lk 16, 1-8 (9) (Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon.)
III:
Predigttext
2. Kor 5, 1-10 (Wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut.)
IV:
Lk 18, 1-8 (Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen?)
V:
Evangelium
Mt 25, 31-46 (Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.)
VI:
Epistel
Röm 14, (1-6)7-13 (Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn.)
M:
Jer 8, 4-7
Mt 13, 47-50
Offb 2, 8-11
Offb 20, 11-15