das Kirchenjahr

Laetare

Für euch dahingegeben

Gottesdienstentwurf

Der folgende Vorschlag soll vor allem denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein. Er ermöglicht auch einen Gottesdienst in häuslicher Gemeinschaft ohne Pfarrer/in.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den Sonntag Laetare steht im Evangelium nach Johannes im 12. Kapitel und lautet: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.
Eingangslied: Herzliebster Jesu (EG 81, 1-4)
Psalmgebet: Ps 84, 2-13
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Vater im Himmel, du hast deinen Sohn für uns hingegeben, du hast ihn am Kreuz sterben lassen, damit wir neu beginnen können. Zu groß ist das Geschenk deiner Gnade, und deswegen versuchen wir immer neu, uns selbst zu befreien von den Stricken der Sünde und des Todes. Immer wieder müssen wir erkennen, dass es uns nicht gelingt. Darum rufen wir zu dir:
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
und/oder: Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Kollektengebet: Gott, himmlischer Vater, durch deinen Sohn Jesus Christus erfahren wir Trost in allem Leid. Dafür danken wir dir und bitten dich: lass uns fest bleiben im Vertrauen auf deine Gnade, durch die wir frei gesprochen sind von all unserer Schuld. Durch ihn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht in Ewigkeit.
Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: 2. Kor 1, 3-7 (Epistel)
Lied: Jesu, meine Freude... (EG 396, 1-3.6)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Lesung: Joh 12, 20-24 (Evangelium)
Lied: Gelobet sei mein Gott (EG 139, 1-3)
Predigt/Ansprache/Meditation/Lesung des Predigttextes und Stille (Predigttext: 2. Kor 1, 3-7)
Lied: O Haupt voll Blut und Wunden (EG 85, 1.4.10)
Fürbitte
Barmherziger Vater, allmächtiger Gott: Komm in unsere Welt des Leids, der Schmerzen, der Verlassenheit.
Lass uns deinen Trost erfahren
- in Krankheit - wenn Ärzte ratlos sind, wenn Medikamente keine Wirkung mehr zeigen, wenn die Krankheit bedrohlich wird;
- in Ausweglosigkeit - wenn alles schon versucht wurde, wenn es an Ideen fehlt, wenn es kein Zurück mehr gibt;
- in Verzweiflung - wenn das Leben keinen Sinn mehr zu haben scheint, wenn niemand da ist, der helfen könnte, wenn ein Ziel fehlt;
- in Hoffnungslosigkeit - wenn es nichts mehr gibt, worauf man sich freuen kann, wenn alle Pläne zerschlagen sind, wenn Freundschaften zerbrochen sind;
- in Schwachheit - wenn die Kraft zum Durchhalten fehlt, wenn vieles nicht mehr gelingt, wenn auch kleine Wege zur Last werden;
- in Angst - wenn alles übermächtig erscheint, wenn die Begegnung mit anderen unmöglich zu sein scheint, wenn der Tod das Leben unmöglich macht.
Hilf uns erkennen, dass du uns nahe bist, bis in die tiefsten Tiefen menschlicher Existenz hinein. Erfülle uns mit der Gewissheit, dass du der Lebendige bist. Hilf uns durch alle Furcht hindurch zu einem hoffnungsvollen Leben, damit die Welt erfährt: du bist der Lebendige, der den Tod und alle Mächte in ihre Schranken weist.
Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben (EG 66, 8)

Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein). Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.

*Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.