Beschreibung:
Der Name des Sonntags Reminiszere leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon
ab: „Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiarum tuarum
quae e saeculo sunt.” (Ps 25, 6; deutsch s. unten, wörtliche Übersetzung von „Reminiszere” hervorgehoben)
Am Sonntag Reminiszere geht es um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch.
Die Epistel aus Röm 5 weist auf den Glauben als einzigen Weg zur Erlösung, die dann aber auch vollkommen ist. Dabei wird auch deutlich, dass die Erlösung nicht zu einem unbeschwerten Leben führt, sondern dass wir durch den Glauben in die Lage versetzt werden, auch schwierige Lebensverhältnisse zu erdulden und durch sie zu wachsen.
Das Evangelium (Joh 3, 14-21) weist hin auf die Notwendigkeit des Menschen, sich Gott zuzuwenden und sich von der „Macht der Finsternis” zu lösen. Erst das Kreuz Jesu offenbart uns die Liebe Gottes und eröffnet uns den Zugang zu Gott.
Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern (Reihe V, früher Evangelium dieses Sonntags) verdeutlicht die Konsequenzen, die beim Verbleiben in der Finsternis, d.h. der Ich-Bezogenheit, zu erwarten sind. Wohl wissend, was sie tun, bringen die Weingärtner den Sohn des Besitzers um, hoffend, dass sie dann den ganzen Besitz für sich einstreichen können. Ganz offensichtlich soll das Gleichnis darauf hindeuten, dass die Menschen, die eine Verantwortung von Gott übertragen bekommen haben (also jeder), das ihnen Anvertraute lieber als ihr Eigentum ansehen wollen und dabei die Rechte und den Anspruch Gottes (und damit auch seine Macht) missachten.
Die Frage dieses Sonntags und dieser Woche ist daher die, wie wir uns zu Gott stellen wollen. Die Antwort muss jede Person für sich geben, wobei durch das Evangelium schon klar sein dürfte, dass eine Veränderung, ja, eine Neugeburt vollzogen werden muss, um die von Gott erwartete Antwort geben zu können.
Am Sonntag Reminiszere geht es um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch.
Die Epistel aus Röm 5 weist auf den Glauben als einzigen Weg zur Erlösung, die dann aber auch vollkommen ist. Dabei wird auch deutlich, dass die Erlösung nicht zu einem unbeschwerten Leben führt, sondern dass wir durch den Glauben in die Lage versetzt werden, auch schwierige Lebensverhältnisse zu erdulden und durch sie zu wachsen.
Das Evangelium (Joh 3, 14-21) weist hin auf die Notwendigkeit des Menschen, sich Gott zuzuwenden und sich von der „Macht der Finsternis” zu lösen. Erst das Kreuz Jesu offenbart uns die Liebe Gottes und eröffnet uns den Zugang zu Gott.
Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern (Reihe V, früher Evangelium dieses Sonntags) verdeutlicht die Konsequenzen, die beim Verbleiben in der Finsternis, d.h. der Ich-Bezogenheit, zu erwarten sind. Wohl wissend, was sie tun, bringen die Weingärtner den Sohn des Besitzers um, hoffend, dass sie dann den ganzen Besitz für sich einstreichen können. Ganz offensichtlich soll das Gleichnis darauf hindeuten, dass die Menschen, die eine Verantwortung von Gott übertragen bekommen haben (also jeder), das ihnen Anvertraute lieber als ihr Eigentum ansehen wollen und dabei die Rechte und den Anspruch Gottes (und damit auch seine Macht) missachten.
Die Frage dieses Sonntags und dieser Woche ist daher die, wie wir uns zu Gott stellen wollen. Die Antwort muss jede Person für sich geben, wobei durch das Evangelium schon klar sein dürfte, dass eine Veränderung, ja, eine Neugeburt vollzogen werden muss, um die von Gott erwartete Antwort geben zu können.
Eingangsvotum:
Am Sonntag Reminiszere geht es um die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen.
Einen Zugang zu Gott können wir nur durch Jesus Christus erlangen. Das verdeutlicht
uns auch der Auszug aus dem Gespräch Jesu mit dem Pharisäer Nikodemus. Jesus weist auf
seinen Tod hin und deutet das Kreuz als Symbol seiner Erhöhung. Zugleich macht er deutlich,
dass, wer an ihn glaubt, der auch das ewige Leben hat.
Jesus betont in dem Zusammenhang, dass er nicht gekommen ist, um die Welt zu richten. Er weist andererseits ausdrücklich darauf hin, dass jeder Mensch sich vor dem Richterstuhl Gottes wird verantworten müssen. So ruft er uns in das Licht, damit die Finsternis uns nicht für sich beanspruchen kann. Denn als Kinder des Lichtes stehen wir gewissermaßen schon mit einem Fuß im Reich Gottes.
Jesus betont in dem Zusammenhang, dass er nicht gekommen ist, um die Welt zu richten. Er weist andererseits ausdrücklich darauf hin, dass jeder Mensch sich vor dem Richterstuhl Gottes wird verantworten müssen. So ruft er uns in das Licht, damit die Finsternis uns nicht für sich beanspruchen kann. Denn als Kinder des Lichtes stehen wir gewissermaßen schon mit einem Fuß im Reich Gottes.
Wochenspruch:
Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Röm 5, 8)
Wochenlied:
Das Kreuz ist aufgerichtet (EG 94)
Du schöner Lebensbaum des Paradieses (EG 96)
Musikvideo zu „Das Kreuz ist aufgerichtet” von detlefkorsen
Musikvideo zu „Du schöner Lebensbaum des Paradieses” von St. Nikolai, Spandau
Weitere Liedvorschläge
Du schöner Lebensbaum des Paradieses (EG 96)
Musikvideo zu „Das Kreuz ist aufgerichtet” von detlefkorsen
Musikvideo zu „Du schöner Lebensbaum des Paradieses” von St. Nikolai, Spandau
Weitere Liedvorschläge
Antiphon:
Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte,
die von Ewigkeit her gewesen sind. (Ps 25, 6)
Halleluja-Vers:
kein Halleluja
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Das Thema „Gott und Mensch” lässt sich nicht
so einfach umsetzen, zumal in den Perikopen vielfach Kritik geübt wird am Handeln
des Gottesvolkes, zu dem wir uns auch zählen dürfen. Der Gottesdienst
in seiner Form, die durch die Institution der Kirche gesichert wird, scheint da
besonders unpassend. Es wäre zu überlegen, einen freie(re)n Gottesdienst
zu gestalten, in dem die Gemeinde deutlicher zum Zug kommt und ihre eigene Verantwortung
vor Gott wahrnehmen kann. Der Gottesdienst könnte ein Innewerden der ganzen
Gemeinde sein, und sollte dann so gestaltet werden, dass niemand, auch der
Pastor/die Pastorin nicht, dominiert, denn jede Person ist ja ein Glied der Gemeinde.
Kyriegebet:
Himmlischer Vater, obwohl du uns in Christus so nahe gekommen bist, wenden wir uns
immer wieder von dir ab. Wir sind gefangen in unserem Alltag, unseren Problemen und Sorgen,
und vergessen, dass du da bist, um uns neue Perspektiven und neue Wege zu ermöglichen. Wir
rufen zu dir:
Kollektengebet (Tagesgebet):
Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, wir danken dir, dass du uns wieder
aufrichtest, und bitten dich: lass uns nicht vergessen deine Barmherzigkeit
und deine Güte, die du uns erwiesen hast, sondern hilf uns, dass wir auf
deine Verheißungen vertrauen und mit bauen an deinem Reich, dass Gerechtigkeit und
Friede die ganze Welt erfüllt.
Amen
Amen
Bach-Kantaten:
J.S. Bach hat für die Fastenzeit keine Kantaten komponiert. Durch die Perikopenrevision sind Texte, zu denen Bach Kantaten in anderem Zusammenhang komponiert hat, dem Sonntag Reminiszere zugeordnet worden. Die dazu passenden Kantaten sind nachfolgend aufgeführt:
*BWV 5 - Wo soll ich fliehen hin (II)
*BWV 68 - Also hat Gott die Welt geliebt (I)
*BWV 150 - Nach dir, Herr, verlanget mich (Ps)
*BWV 173 - Erhöhtes Fleisch und Blut (I)
*BWV 174 - Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte (I)
*BWV 5 - Wo soll ich fliehen hin (II)
*BWV 68 - Also hat Gott die Welt geliebt (I)
*BWV 150 - Nach dir, Herr, verlanget mich (Ps)
*BWV 173 - Erhöhtes Fleisch und Blut (I)
*BWV 174 - Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte (I)
Anmerkungen:
In der Fastenzeit entfallen sowohl das „Halleluja” als auch das „Gloria in excelsis” (Ehre sei
Gott in der Höhe/Allein Gott in der Höh sei Ehr)
Liturgische Farbe:
Violett
Biblische Texte (Perikopen)
Psalm:
Ps 25, 1-9 (
LPfGLieder und Psalmen für den Gottesdienst - Ergänzungsheft 2018
zum EG
42)I:
Evangelium
Evangelium
Joh 3, 14-21 (Wer an den Menschensohn glaubt, der wird nicht gerichtet.)
II:
Epistel
Predigttext
Epistel
Predigttext
Röm 5, 1-5 (6-11) (Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus)
III:
Altes Testament
Altes Testament
Jes 5, 1-7 (Ich will den Weinberg wüst liegen lassen.)
IV:
Mt 26, 36-46 (Bleibt hier und wacht mit mir!)
V:
Mk 12, 1-12 (Kommt, lasst uns den Sohn töten, so wird das Erbe unser sein!)
VI:
Num 21, 4-9 (4. Mose 21, 4-9) (Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf.)
M:
Gen 14, 17-20 (= 1. Mose 14, 17-20)
Mt 12, 38-42
Joh 8, (21-26a)26b-30
Hebr 11, 8-16
Mt 12, 38-42
Joh 8, (21-26a)26b-30
Hebr 11, 8-16
C:
Hiob 2, 1-10
Mk 14, (27-31) 32-42
Mk 14, (27-31) 32-42