das Kirchenjahr

Okuli

Konsequenz der Nachfolge*

Gottesdienstentwurf

Der folgende Vorschlag soll vor allem denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein. Er ermöglicht auch einen Gottesdienst in häuslicher Gemeinschaft ohne Pfarrer/in.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den Sonntag Okuli steht im Evangelium nach Lukas im 9. Kapitel und lautet: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
Eingangslied: O Christe, Morgensterne (EG 158)
Psalmgebet: Ps 34, 16-23
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Allmächtiger Gott, wir blicken oft auf die Dinge, die vergehen. Oft blicken wir voller Neid auf das, was unsere Mitmenschen haben, und spüren in uns das Verlangen danach. Wir bitten dich: hilf uns, dass unsere Augen stets auf dich blicken, damit wir erkennen, was nötig ist nach deinem Willen. Wir rufen zu dir:
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
und/oder: Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Kollektengebet: Herr Jesus Christus, der du unser Bruder geworden bist: du rufst uns in deine Nachfolge, dass wir tun, was uns von Gott aufgetragen ist. Dir verdanken wir unser Leben. Wir bitten dich: stärke unser Vertrauen in deine Güte und in deine Kraft, dass wir bereit sind, aufzugeben, was uns hindert, deinen Weg mit zu gehen. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und herrschst in Ewigkeit. Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: Eph 5, 1-2(3-7)8-9 (Epistel)
Lied: Jesu, geh voran (EG 391)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Lesung: Lk 9, 57-62 (Evangelium)
Lied: Befiehl du deine Wege (EG 361, 1-4)
Predigt/Ansprache/Meditation/Lesung des Predigttextes und Stille (Predigttext: 1. Kön 19, 1-8 (9-13a))
Lied: Was Gott tut, das ist wohlgetan (EG 372, 1-4)
Fürbitte
Himmlischer Vater, du rufst uns in deine Nachfolge, du machst uns frei von unseren alten, nichtigen Wegen, damit wir heilig werden können, heilig durch deine Gnade. Dafür danken wir dir. Doch unsere Augen bleiben nicht auf dem Weg, wir sind oft abgelenkt und fühlen uns hingezogen dorthin, wo das Leben so leicht und unbeschwert zu sein scheint. Vergib uns, wenn wir deinen Ruf nicht hören, und lenke unsere Schritte zurück auf den Weg des Heils. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Da ist so viel Elend in der Welt, so viel Hunger und Not, so viel Verzweiflung angesichts von Naturkatastrophen. Mach diesem Elend ein Ende, lass uns den Ruf vernehmen, der uns auffordert, diesen Menschen zu helfen, ihnen Hoffnung zu geben, weil du uns Hoffnung geschenkt hast. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Da ist so viel politisches Kalkül in den Entscheidungen der Regierenden, so viel Entgegenkommen gegenüber den Starken und so wenig Aufmerksamkeit für die Schwachen, für die du dich stark gemacht hast durch deinen Sohn Jesus Christus. Lass uns auf ihrer Seite stehen, lass uns nicht nachgeben dem Druck der Mächtigen, auch wenn ihre Argumente einsichtig erscheinen, denn wir sind nicht durch Silber oder Gold, sondern durch sein teures Blut erlöst. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Da ist so viel Einsamkeit unter uns. Menschen, die niemand mehr haben will, für die wir Heime anstatt ein Zuhause anbieten. Hilf, lass uns die Einsamkeit erkennen, lass uns Gemeinschaft gründen, Gemeinschaft, die von deiner Gnade getragen wird. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Da ist so viel Krankheit und Gebrechlichkeit, so viel Verzweiflung und Todesangst, die uns lähmt, die uns das Leben nimmt, bevor es in dir seine Vollendung gefunden hat. Lass dein Heil kundwerden allen, die von Krankheit geplagt werden, Heil, das nicht nur die Seele wieder gesund macht, sondern auch den Körper; Heil, das vollendet, was bereits begonnen wurde. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Da ist so viel Kleinmut und Verzagtheit, so wenig Vertrauen und Hoffnung. Lass uns Dich wahrnehmen, mit den Augen unserer Herzen, lass uns deine Offenbarung erkennen und deine Gnade annehmen, damit wir nicht länger kleinmütig sein und verzagen müssen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Auf dich setzen wir unsere Hoffnung, denn du bist der Erhabene, und doch so nah. Wir preisen dich mit allen Engeln und allen, die uns vorausgegangen sind in dein Reich. Dir sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit.
Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Ehre sei dir, Christe (EG 75, 1)

Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein). Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.

*Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.