das Kirchenjahr

3. Sonntag nach Epiphanias

Der Heiden Heiland

Proprium

Beschreibung:
Der 3. Sonntag nach Epiphanias geht auf Jesu Zuwendung zu den Heiden, den Nicht-Juden, ein. So wie selten sind die Predigttexte diesem Thema eindeutig zugeordnet, auch wenn der alttestmanetliche Text natürlich nicht von Jesus reden kann. Dafür spricht aber auch dieser Text davon, wie Gott sich den Heiden zuwendet. Dabei müssen wir uns vor Pauschalisierungen hüten: der Umstand, dass der heidnische Hauptmann im Evangelium gelobt wird für seinen Glauben, rechtfertigt nicht die Verdammung der jüdischen Mitmenschen, denn sie bleiben Glieder des Volkes Gottes.
Eingangsvotum:
Am 3. Sonntag nach Epiphanias werden wir durch die Erzählung vom Hauptmann zu Kapernaum darauf aufmerksam gemacht, wie Gott nicht nur in seinem Volk, sondern auch unter den Heiden wunderbare Dinge tut. Wir erkennen, dass wir selbst nicht zum jüdischen Volk gehören, und danken Gott, dass er uns durch Jesus zu Miterben seines Volkes berufen hat.
Wochenspruch:
Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
Wochenspruch:
Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. (Lk 13, 29)
Wochenlied:
Lobt Gott, den Herrn, ihr Heiden all (EG 293)
Antiphon:
Lobet den Herrn, alle Heiden! Preiset ihn, alle Völker! Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit (Ps 117, 1-2) oder
Herr, ich will dir danken unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. (Ps 57, 10)
Halleluja-Vers:
Der Herr ist König; des freue sich das Erdreich und seien fröhlich die Inseln, soviel ihrer sind.(Ps 97, 1)
Kollektengebet:
Himmlischer Vater,
du bist nicht kleinlich.
Du erbarmst dich über die ganze Welt
und gießt deine Liebe aus im Überfluss.
Wir bitten dich:
erfülle unsere Herzen mit deiner Liebe,
damit durch uns deine Liebe bekannt werde,
durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.
Liturgische Farbe:
weiß

Biblische Texte (Perikopen)

Psalm:
86, 1-2.5-11
I:
Joh 4, 5-14 (Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten.) - Predigttext
II:
Apg 10, 21-35 (Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht.)
III:
Rut 1, 1-19a (Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.)
IV:
Mt 8, 5-13 (Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast.) - Evangelium-Lesung
V:
Röm 1, 13-17 (Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben.) - Epistel-Lesung
VI:
2. Kön 5, (1-8) 9-15 (16-18) 19a (Lieber Vater, wenn dir der Prophet etwas Großes geboten hätte, hättest du es nicht getan? Wieviel mehr, wenn er zu dir sagt: Wasche dich, so wirst du rein!) - AT-Lesung
M:
4. Mose 13-14 i.A. (=Num 13-14 i.A.)
Jes 45, 18-25
Joh 4, 46-54