das Kirchenjahr

Letzter Sonntag nach Epiphanias

Die Verklärung

Gottesdienstentwurf

Der folgende Vorschlag soll vor allem denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein. Er ermöglicht auch einen Gottesdienst in häuslicher Gemeinschaft ohne Pfarrer/in.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den Letzter Sonntag nach Epiphanias steht beim Propheten Jesaja im 60. Kapitel und lautet: Über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.
Eingangslied:
Psalmgebet: Ps 97
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Allmächtiger Gott, durch deinen Sohn Jesus Christus ist deine Herrlichkeit offenbar geworden. Immer neu schenkst du uns Möglichkeiten, diese Herrlichkeit wahrzunehmen. Doch wir lassen uns oft ablenken oder denken nur an uns selbst. Hilf, dass wir unsere Gedanken immer neu darauf richten, dir in unserem Alltag zu begegnen und deine Herrlichkeit zu sehen. Wir rufen dich an:
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
und/oder: Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
oder
Liturg + Gemeinde im Wechsel: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 180.1)
Kollektengebet: Herr Jesus Christus, du hast Gott in unser Leben gebracht. Seine Liebe willst du in uns leuchten lassen. Dafür sind wir dankbar und bitten dich: erfülle uns mit Vertrauen in deine Güte. Lass dein Licht in uns leuchten, damit durch uns deine Herrlichkeit offenbar werde allen Menschen. Das bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und herrschst in Ewigkeit. Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: 2. Kor 4, 6-10 (Epistel)
Lied: Herr Christ, der einig Gotts Sohn (EG 67)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Gesang: Halleluja
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit, / und seine Herrlichkeit sehen alle Völker.
Gesang: Halleluja*
Lesung: Mt 17, 1–9 (Evangelium)
Lied:
Predigt/Ansprache/Meditation/Lesung des Predigttextes und Stille (Predigttext: Ex 34, 29-35 (= 2. Mose 34, 29-35))
Lied:
Fürbitte
Gott, du bist unbegreiflich, aber du ergreifst uns.
Du bist unnahbar, aber du kommst uns nahe.
Du bist unerreichbar, aber du erreichst uns an allen Orten.
So bitten wir dich:
Lass uns deine Nähe spüren. Hilf, dass wir dich nicht in der Hand haben wollen, sondern lass du deine Hand auf und um uns sein, damit wir spüren: wir gehören zu dir. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Öffne unsere Herzen, damit wir dein Wort annehmen – das prophetische Wort, das in diese Welt hinein redet von deiner Herrlichkeit. Lass uns immer wieder hinhören und aufmerken, damit wir erfahren, wenn Du zu uns sprichst. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Bewahre uns davor, dich für unsere Zwecke zu vereinnahmen, und gebrauche vielmehr uns, damit wir deinen Willen tun, wo immer du uns hinführst. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich für die Bedrängten, die Ängstlichen und Hoffnungslosen, für die, die in Abhängigkeiten gefangen sind oder deren Leben durch Drogen zerstört wird, für die Kranken, für die, die unter Verfolgung oder Krieg leiden: schenke ihnen die Freiheit der Zuversicht und Hoffnung auf dein Kommen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich für alle, die an dieser Welt verzweifeln, die an den Widersprüchen von Wahrheit und Lüge zerbrechen, die unter den Gegensätzen von Arm und Reich leiden, die glauben wollen, aber von Zweifel geplagt sind: Schenke ihnen den Anblick deiner Herrlichkeit. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich für die, die uns verbunden sind in der Nähe und der Ferne. Wir denken an die uns verbundenen Partnerkirchen und ihre Glieder, und bitten dich, dass dein Heiliger Geist ihre Herzen erleuchte und sie dankbar und voll Freude deine Güte annehmen, damit sie Zeugnis ablegen von dir, dem lebendigen Gott. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich für die Selbstgerechten, die ihr Leben selbst in der Hand behalten wollen, die ohne Rücksicht auf andere leben und handeln, die dich nur benutzen, um ihre eigenes Ansehen zu verbessern: Schenke ihnen die Erfahrung, dass du der Allmächtige bist, dem allein Ruhm und Ehre gebührt. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Lass uns Zeugen sein deiner Herrlichkeit. Erleuchte unsere Herzen, damit wir mit Freude die Botschaft von deiner Liebe weitersagen.
Das bitten wir dich, den Herrscher über alle Welt.
Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied:

Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein). Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.

*Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.