das Kirchenjahr

16. Sonntag nach Trinitatis

Der Herr über den Tod

Gottesdienstentwurf
Der folgende Vorschlag soll vor allem denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein. Er ermöglicht auch einen Gottesdienst in häuslicher Gemeinschaft ohne Pfarrer/in.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den 16. Sonntag nach Trinitatis steht im 2. Brief des Paulus an Timotheus im 1. Kapitel und lautet: Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
Eingangslied: Morgenglanz der Ewigkeit (EG 450, 1-3)
Psalmgebet: Ps 68, 4-7.20-21.35-36 (oder: Ps 68, 2-7.29-36)
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Himmlischer Vater, Krankheit und Tod machen uns Angst. Wir wollen damit nichts zu tun haben. Und doch gehören sie zu unserem Leben dazu. Wir bitten dich: schenke uns den Blick für die Ewigkeit, damit wir erkennen, dass Du Krankheit und Tod überwunden hast und wir dich preisen in der Gemeinde. Wir rufen zu dir:
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
und/oder: Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
oder
Liturg + Gemeinde im Wechsel: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 180.1)
Kollektengebet: Ewiger Gott, der du alles überwunden hast, was uns von dir trennt - selbst den Tod! Wir bitten dich: hilf uns, dass wir deiner Kraft vertrauen, und führe uns zur Gemeinschaft mit dir. Durch Jesus Christus, unsern Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: 2. Tim 1, 7-10 (Epistel)
Lied: Jesus lebt, mit ihm auch ich (EG 115, 1-4)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Gesang: Halleluja
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): Wir haben einen Gott, der da hilft, / und einen Herrn, der vom Tode errettet.
Gesang: Halleluja*
Lesung: Joh 11, 1(2)3.17-27(28-38a)38b-45 (Evangelium)
Lied: Bei dir, Jesu, will ich bleiben (EG 406, 1.2.4.6)
Predigt/Ansprache/Meditation/Stille (Predigttext: 2. Tim 1, 7-10)
Lied: In dir ist Freude (EG 398)
Fürbitte
Himmlischer Vater, Du hast uns mit deinem Geist erfüllt, der uns Kraft schenkt und Liebe und Besonnenheit. Lass nicht zu, dass wir ihn einengen und aus unserem Herzen verdrängen. Schenke uns vielmehr die Weisheit, auf ihn zu hören und nach deinem Willen zu handeln. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Dein Geist mache uns stark, in Liebe für die einzutreten, die schwach geworden sind und keine Hoffnung mehr haben. Lass uns die Not der Menschen und ihre Ursachen erkennen und davon reden, damit die Not gelindert wird. Hilf uns, Wege zu erkennen, auf denen wir gehen können, ohne selbst zu dieser Not bei zu tragen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Dein Geist mache uns stark, in Liebe denen Trost zu zu sprechen, die voller Trauer sind, weil sie einen lieben Menschen verloren haben. Erfülle uns und sie mit der Gewissheit, dass du dem Tod die Macht genommen und ein unvergängliches Wesen an das Licht gebracht hast. Erfülle uns alle mit der Hoffnung und Zuversicht, dass nichts uns von deiner Liebe trennen kann. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Dein Geist mache uns stark, in Liebe für Frieden und Verständigung zu werben und einzutreten. Lass uns aufstehen gegen die Politiker, die glauben, mit Waffengewalt die Probleme unserer Welt lösen zu können. Lass nicht zu, dass sie es sich zu einfach machen, indem sie alles, was ihnen im Weg ist, als Terrorismus bezeichnen. Mache uns sensibel für die Ungerechtigkeit, die diese Welt beherrscht, und lass uns für Gerechtigkeit für alle Menschen eintreten. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Dein Geist mache uns stark, denen zu begegnen, die mit Hilfe von Verschwörungstheorien Angst verbreiten und andere Menschen in Gefahr bringen. Lass nicht zu, dass sie andere Menschen mit hineinziehen in den Strudel des Wahns, der nichts als sich selbst kennt. Hilf, dass wir wachsam bleiben und unsere Mitmenschen in Schutz nehmen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Dein Geist mache uns stark, in Liebe deinen Namen zu verkünden bei denen, die glauben, ohne dich auskommen zu können. Lass sie erkennen, wie leer und sinnlos ihr Leben ohne dich ist. Erfülle uns mit dem Mut, den du allein geben kannst, der uns in Bewegung setzt, das Evangelium in die Welt zu tragen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Dein Geist erfüllt uns mit Kraft, Liebe und Besonnenheit. So hilf uns, dass wir in deinem Geist wandeln, der du mit deinem Sohn Jesus Christus, unserem Bruder und Herrn, regierst in Ewigkeit.
Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Ach, bleib mit deinem Segen (EG 347, 4-6)

Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein). Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.

*Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.