das Kirchenjahr

8. Sonntag nach Trinitatis

Früchte des Geistes

Gottesdienstentwurf

Der folgende Vorschlag soll vor allem denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein. Er ermöglicht auch einen Gottesdienst in häuslicher Gemeinschaft ohne Pfarrer/in.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den 8. Sonntag nach Trinitatis steht im Brief des Paulus an die Epheser im 5. Kapitel und lautet: Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Eingangslied: All Morgen ist ganz frisch und neu (EG 440, 1-4)
Psalmgebet: Ps 48, 2-3a.9-15
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Vater im Himmel, du rufst uns in deinen Dienst. Leite uns, dass wir im Vertrauen auf deine Güte unseren Mitmenschen beistehen und durch unser Reden und Handeln deine Herrlichkeit groß machen überall dort, wo du uns hinstellst. Wir rufen dich an:
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
und/oder: Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
oder
Liturg + Gemeinde im Wechsel: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 180.1)
Kollektengebet: Allmächtiger Gott, du bist unsere Zukunft. Hilf uns, ganz auf deine Kraft zu vertrauen, damit wahr wird, was du uns durch deine Propheten zugesagt hast. Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: Eph 5, 8b-14 (Epistel)
Lied: Sonne der Gerechtigkeit (EG 262/263, 1-3.6-7)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Gesang: Halleluja
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen.
Gesang: Halleluja*
Lesung: Mt 5, 13-16 (Evangelium)
Lied: Erneure mich, o ewigs Licht (EG 390)
Predigt/Ansprache/Meditation/Lesung des Predigttextes und Stille (Predigttext: 1. Kor 6, 9-14(15-18)19-20)
Lied: Vertraut den neuen Wegen (EG 395 - Urheberrecht!)
oder
Kommt, Kinder, lasst uns gehen (EG 393, 1.4.8)
Fürbitte
Herr Gott, himmlischer Vater, du lässt deinen heiligen Geist in uns wohnen. Hilf uns, dass wir mit unseren Leibern dich preisen.
Hilf uns erkennen, dass auch in den Menschen um uns herum dein heiliger Geist wohnt. Lass nicht zu, dass wir einander missachten oder gar verachten, sondern gib uns die Weisheit, einander zu achten und zu lieben. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die Menschen, die behindert sind und darum oft ausgegrenzt werden. Auch in ihren Leibern wohnt dein heiliger Geist. Zeige uns Wege, wie wir diese Menschen integrieren können in unser tägliches Leben. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die Menschen, die ihre Zuflucht und Hilfe in Drogen und Alkohol suchen und nun darin gefangen sind. Zeige ihnen einen Weg aus ihrem Elend. Mache du Menschen bereit, ihnen diesen Weg zu zeigen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die Menschen, die Macht haben und darum auch Verantwortung tragen. Hilf, dass sie nicht vergessen, dass ihnen ihre Macht von dir gegeben ist. Höre nicht auf, deine Propheten zu senden, die mahnend vor dem Missbrauch der Macht warnen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die Menschen, die ihren Mitmenschen Schaden zugefügt haben und nun ihre Schuldenlast nicht mehr tragen können. Vergib ihnen, so wie du uns vergibst, und hilf, dass sie zurückfinden in ein verantwortungsvolles Leben. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die Menschen, die sich von dir abgewendet haben, weil sie deine Liebe nicht erkannt oder verstanden haben. Mache uns zu Boten, diesen Menschen deine Liebe nahe zu bringen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die Alten unter uns, an alle, die mit dem Gefühl kämpfen, nutzlos und überzählig zu sein. Zeige ihnen, wo sie gebraucht werden, wo sie anderen helfen können mit ihrer Erfahrung, mit Rat und Tat. Lehre sie, sich am Leben zu freuen, die Zeit zu nutzen, die ihnen geschenkt ist. Mache ihnen bewusst, dass auch in ihrem geschwächten Körper dein heiliger Geist wohnt. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die, die mit dem Tod kämpfen. Lass sie erkennen, dass du ihre Hoffnung bist. Hilf ihnen, Kraft zu schöpfen in der Gewissheit, dass ihr innerer Mensch nicht stirbt, sondern die Herrlichkeit deines Reiches schauen wird. Mache den Angehörigen Mut, davon zu reden und darauf zu vertrauen, dass du der Herr über Leben und Tod bist. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Dir vertrauen wir uns an, Gott, bei allen Mühen und allen Freuden, die uns das Leben schenkt. Durch Jesus Christus, unsern Herrn.
Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Tragt in die Welt nun ein Licht (NB-EG 571 - Urheberrecht!)
oder
Jesus lass ich nicht von mir (EG 402, 6)

Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein), es sei denn, es wird ausdrücklich auf das Urheberrecht hingewiesen. Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.

*Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.