das Kirchenjahr

Gedenktag eines Märtyrers oder einer Märtyrerin

Beständig im Glauben

Predigtanregung

Auch wenn das Gedenken an Märtyrer in der evangelischen Kirche kaum eine Tradition hat (wobei man bedenken sollte, dass die protestantische Kirche erst seit dem 16. Jahrhundert besteht und die Geschichte der Christenheit vor diesem Jahrhundert auch die Geschichte der protestantischen Kirche ist – und in jener Zeit gab es natürlich eine lebendige Tradition des Märtyrergedenkens –, so ist es doch sinnvoll, hin und wieder ihrer zu gedenken, zumal manche Märtyrer in unserer jüngsten Vergangenheit gelebt haben. Zu denken wäre zum Beispiel an Dietrich Bonhoeffer, Friedrich Weißler, Max Joseph Metzger oder Paul Richter, um nur einige aus der jüngeren Geschichte der protestantischen Kirche zu nennen. In manchen Gemeinden mag sich die Begehung eines Märtyrergedenktages daraus ergeben, dass z.B. die Kirche oder das Gemeindehaus nach einem Märtyrer oder einer Märtyrerin benannt wurde.
In der weltweiten Kirche erleben wir, wie in manchen Ländern Christen systematisch wegen ihres Glaubens verfolgt, teilweise sogar getötet wurden und werden. Auch ihnen kann solch ein Gedenktag gewidmet werden.
Wenn wir den Gedenktag eines Märtyrers/einer Märtyrerin feiern, dann tun wir dies, um von ihrem Vorbild im Glauben zu lernen.
Liturgische Farbe: Rot als Farbe des Blutes der Märtyrer

Klicken Sie hier für die Anregungen für alle Predigtreihen (soweit vorhanden)

II - Apg 4, 1-22; 5, 17-42 oder
Apg 7, 54 - 8, 1 oder
2. Kor 1, 3-7 oder
2. Tim 2, 8-13 od.
1. Petr 4, 12-19 oder
Hebr 10, 32-39 oder
Offb 11, 19 - 12, 17

Apg 4, 1-22; 5, 17-42:
Während sie zum Volk redeten, traten zu ihnen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer, 2die verdross, dass sie das Volk lehrten und verkündigten an Jesus die Auferstehung von den Toten. 3Und sie legten Hand an sie und setzten sie gefangen bis zum Morgen; denn es war schon Abend. 4Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend.
5Als nun der Morgen kam, versammelten sich ihre Oberen und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem, 6auch Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander und alle, die vom Hohenpriestergeschlecht waren; 7und sie stellten sie vor sich und fragten sie: Aus welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan? 8Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Oberen des Volkes und ihr Ältesten! 9Wenn wir heute verhört werden wegen dieser Wohltat an dem kranken Menschen, durch wen er gesund geworden ist, 10so sei euch und dem ganzen Volk Israel kundgetan: Im Namen Jesu Christi von Nazareth, den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat; durch ihn steht dieser hier gesund vor euch. 11Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. 12Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.
13Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; denn sie merkten, dass sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wussten auch von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren. 14Sie sahen aber den Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wussten nichts dagegen zu sagen. 15Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Hohen Rat und verhandelten miteinander und sprachen: 16Was wollen wir mit diesen Menschen tun? Denn dass ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen bekannt, die in Jerusalem wohnen, und wir können’s nicht leugnen. 17Aber damit es nicht weiter einreiße unter dem Volk, wollen wir ihnen drohen, dass sie hinfort zu keinem Menschen in diesem Namen reden. 18Und sie riefen sie und geboten ihnen, keinesfalls zu reden oder zu lehren in dem Namen Jesu. 19Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott. 20Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.
21Da drohten sie ihnen und ließen sie gehen um des Volkes willen, weil sie nichts fanden, was Strafe verdient hätte; denn alle lobten Gott für das, was geschehen war. 22Denn der Mensch war über vierzig Jahre alt, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war.
17Es erhoben sich aber der Hohepriester und alle, die mit ihm waren, nämlich die Partei der Sadduzäer, von Eifersucht erfüllt, 18und legten Hand an die Apostel und warfen sie in das öffentliche Gefängnis. 19Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Türen des Gefängnisses auf und führte sie heraus und sprach: 20Geht hin und tretet im Tempel auf und redet zum Volk alle Worte des Lebens. 21Als sie das gehört hatten, gingen sie frühmorgens in den Tempel und lehrten.
Der Hohepriester aber und die mit ihm waren, kamen und riefen den Hohen Rat und alle Ältesten in Israel zusammen und sandten zum Gefängnis, sie zu holen. 22Die Knechte gingen hin und fanden sie nicht im Gefängnis, kamen zurück und berichteten: 23Das Gefängnis fanden wir fest verschlossen und die Wächter vor den Türen stehen; aber als wir öffneten, fanden wir niemanden darin. 24Als der Hauptmann des Tempels und die Hohenpriester diese Worte hörten, wurden sie betreten und wussten nicht, was daraus werden sollte. 25Da kam jemand, der berichtete ihnen: Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk. 26Da ging der Hauptmann mit den Knechten hin und holte sie, doch nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten sich vor dem Volk, dass sie gesteinigt würden.
27Und sie brachten sie und stellten sie vor den Hohen Rat. Und der Hohepriester fragte sie 28und sprach: Haben wir euch nicht streng geboten, in diesem Namen nicht zu lehren? Und seht, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen. 29Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. 30Der Gott unsrer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr an das Holz gehängt und getötet habt. 31Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zum Fürsten und Heiland, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu geben. 32Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. 33Als sie das hörten, ging’s ihnen durchs Herz und sie wollten sie töten.
34Da stand aber im Hohen Rat ein Pharisäer auf mit Namen Gamaliel, ein Schriftgelehrter, vom ganzen Volk in Ehren gehalten, und ließ die Männer für kurze Zeit hinausführen. 35Und er sprach zu ihnen: Ihr Männer von Israel, seht genau zu, was ihr mit diesen Menschen tun wollt. 36Denn vor einiger Zeit stand Theudas auf und gab vor, er wäre etwas, und ihm hing eine Anzahl Männer an, etwa vierhundert. Der wurde erschlagen und alle, die ihm folgten, wurden zerstreut und vernichtet. 37Danach stand Judas der Galiläer auf in den Tagen der Volkszählung und brachte eine Menge Volk hinter sich zum Aufruhr; und der ist auch umgekommen und alle, die ihm folgten, wurden zerstreut. 38Und nun sage ich euch: Lasst ab von diesen Menschen und lasst sie gehen! Ist dies Vorhaben oder dies Werk von Menschen, so wird’s untergehen; 39ist es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten – damit ihr nicht dasteht als solche, die gegen Gott streiten wollen.
Da stimmten sie ihm zu 40und riefen die Apostel herein, ließen sie geißeln und geboten ihnen, sie sollten nicht mehr im Namen Jesu reden, und ließen sie gehen. 41Sie gingen aber fröhlich von dem Hohen Rat fort, weil sie würdig gewesen waren, um Seines Namens willen Schmach zu leiden, 42und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus.

Apg 7, 54 - 8, 1:
54Als sie das hörten, ging’s ihnen durchs Herz und sie knirschten mit den Zähnen über ihn. 55Er aber, voll Heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes 56und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
57Sie schrien aber laut und hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein, 58stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes, der hieß Saulus, 59und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! 60Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er. 1Saulus aber hatte Gefallen an seinem Tode.

2. Kor 1, 3-7:
3Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, 4der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. 5Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus.
6Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. 7Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.

Anregung folgt später



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