das Kirchenjahr

12. Sonntag nach Trinitatis

Die große Verwandlung

Gebete

I - Apg 3, 1-10

II - 1. Kor 3, 9-17

Fürbittengebet:

Aktuell 2002:
Himmlischer Vater, du willst uns zur Vollkommenheit führen. Dafür danken wir dir. Aber noch sind wir in dieser Welt, die uns immer wieder herausfordert. Wir sind bedrückt über unser eigenes Leid und über das Leid anderer Menschen. Darum rufen wir zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Du willst uns zur Vollkommenheit führen. Doch bedrückt uns, dass so viele Menschen in größter Armut leben und nicht wissen, ob sie am nächsten Tag zu essen haben werden. Wir wollen etwas dagegen tun, wissen aber nicht, wie. Spenden scheinen in einem bodenlosen Fass zu versickern. Darum bitten wir dich: zeige uns Wege, diesen Zustand zu ändern. Lass uns nicht wegsehen, sondern hinschauen und andere Menschen auf das Elend aufmerksam machen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Du willst uns zur Vollkommenheit führen. Doch zeigen uns die Naturgewalten immer wieder unsere Grenzen. Unzählige Menschen sind durch Flutkatastrophen ums Leben gekommen, noch viel mehr haben ihr Hab und Gut verloren, nicht nur in unserem Land, sondern in der ganzen Welt. Wir stehen der Gewalt der Natur machtlos gegenüber und begreifen nur langsam, dass wir nicht alles unter Kontrolle haben. Darum bitten wir dich: sei du bei denen, die trauern, weil sie liebe Menschen verloren haben, und stärke, die alles verloren haben, was sie ihr Eigen nannten. Lass uns neue Wege finden, zu helfen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Du willst uns zur Vollkommenheit führen. Doch führt uns der Tod immer wieder vor Augen, dass wir nicht vollkommen sind. Darum bitten wir dich für das verstorbene Gemeindeglied, dass du ihm gnädig bist und ihn freundlich in dein Reich aufnimmst. Lass uns immer wieder daran denken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden. Sei du bei uns mit deinem Trost, wenn uns der Tod von lieben Menschen trennt. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Auf dich setzen wir unsere Hoffnung, denn du bist der Erhabene, und doch so nah. Wir preisen dich mit allen Engeln und allen, die uns vorausgegangen sind in dein Reich. Dir sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen

III - Mk 7, 31-37

Fürbittengebet:

Herr Gott, himmlischer Vater, wir wollen nicht tatenlos zusehen, wenn Leid und Unrecht geschehen, sondern wir wollen uns einmischen. Wir wollen genau hinhören und darauf achten, dass niemand verletzt wird, wenn Worte achtlos ausgestoßen werden. Wir wollen für die zum Sprachrohr werden, die selber keine Stimme haben. Gib uns dazu Kraft und Mut. Öffne du unsere Ohren und unseren Mund. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir hören, wie Menschen über andere reden, ohne sie zu kennen. Sie bauen Vorurteile auf und lassen so unüberwindbare Mauern entstehen. Wir bitten dich: Hilf uns, dazu beizutragen, dass es nicht so weit kommt. Hilf uns, denen unser Vertrauen zu schenken, über die geredet wird. Gib uns die Kraft, die Mauern des Misstrauens und der Angst einzureißen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir hören, wie die Politiker viele Versprechen machen - und nur wenige halten. Sie mischen sich da ein, wo sie es besser nicht sollten, und übersehen die, die ihre Hilfe brauchen. Wir bitten dich: lass uns nicht angesichts der Macht dieser Menschen resignieren, sondern gib uns den Kraft und den Mut, da Widerstand zu leisten, wo es nötig ist, und für die zu sprechen, die ins Abseits gedrängt werden. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir hören das leise Wimmern der Verhungernden, die um Hilfe flehen, und möchten selbst verzweifeln. Was können wir tun? Zeige uns, wie wir von unserem Überfluss abgeben können. Mache uns zu Werkzeugen auf dem Weg zu einer Welt, in der die Güter gerechter verteilt sind. Lehre die Reichen und lass sie erkennen, dass man Geld nicht essen kann. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir hören auf dein Wort - es bringt uns in Bewegung. Sei du mit deiner Kraft bei uns, denn dir allein gebührt der Ruhm und die Ehre - in Ewigkeit.
Amen

IV - Apg 9, 1-20

Tagesgebet:

Gott, himmlischer Vater. Du greifst in unser Leben ein, indem du uns begegnest auf unterschiedliche Weise. Hilf, dass wir dieser Begegnung nicht ausweichen, sondern uns durch Deine Liebe verwandeln lassen, dass wir neue Menschen werden. Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und gepriesen wird in Ewigkeit. Amen

V - Jes 29, 17-24

VI - Lk 13, 10-17

M - 2. Kön 20, 1-11
Mk 8, 22-26
Apg 14, 8-18
Gal 1, 11-24

Fürbittengebet:

Zu Mk 8, 22-26:
Himmlischer Vater, du hast uns unsere Augen geöffnet, damit wir uns selbst und dich erkennen und dein Heil annehmen. Wir danken dir dafür. Nun wollen wir die vor dich bringen, die in Blindheit gefangen sind - die nicht sehen wollen, oder die dich suchen, aber niemanden haben, der sie zu dir führt: Erbarme dich. Mache uns zu Werkzeugen deiner Liebe.
Hilf uns, die Blinden zu finden und zu dir zu führen. Vollende dein Werk an ihnen,
damit unsere Welt lebenswerter wird,
so dass niemand mehr Hunger leidet,
niemand mehr Angst hat,
kein Krieg mehr Verwüstung und Unheil anrichtet,
kein Fanatismus unsägliches Leid über andere Menschen bringt,
kein Mensch allein ist,
niemand sich wertlos vorkommt,
Menschen einander vergeben, weil du uns vergibst.
Wir rufen dich an in der Stille und bringen vor dich, was uns bewegt:
Stille
Auf dich setzen wir unsere Hoffnung, denn du bist der Erhabene, und doch so nah. Du rührst uns an, und wir werden heil. Wir preisen dich mit allen Engeln und allen, die uns vorausgegangen sind in dein Reich. Dir sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit.
Amen

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