das Kirchenjahr

2. Sonntag nach Trinitatis

Die Einladung

Gottesdienstentwurf

Dieser Gottesdienstentwurf ist auf die Texte der Perikopenreihe IV abgestimmt.


Der folgende Gottesdienstvorschlag soll vor allem (aber nicht nur) denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein. Er ermöglicht auch einen Gottesdienst in häuslicher Gemeinschaft ohne Pfarrer/in.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den 2. Sonntag nach Trinitatis steht im Evangelium nach Matthäus im 11. Kapitel und lautet: Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Eingangslied: Ich steh in meines Herren Hand (EG 374)
Psalmgebet: Ps 36, 6-10
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Himmlischer Vater, du lädst uns ein zur Gemeinschaft mit dir. Aber oft weichen wir aus oder hören gar nicht erst hin. Dabei gibt es so viele Gelegenheiten, die Gemeinschaft mit dir zu erfahren. Wecke in uns die Sehnsucht nach dieser Gemeinschaft, damit wir unsere Ohren öffnen und aufmerken, wenn Du uns rufst. Wir rufen dich an:
Gem.: Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
oder:
Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
oder
Liturg/Schola + Gemeinde im Wechsel: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 180.1)
Kollektengebet: Jesus Christus, der du unser Bruder bist, wir danken dir, dass du uns Erquickung schenkst in unserer Mühsal und Not. Wir bitten dich: hilf uns, dass wir nicht vom Weg abkommen, der uns zur Gemeinschaft mit dir führt und in der Gemeinschaft mit dir erhält, sondern lass uns im Glauben erkennen, dass du uns diesen Weg führst. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst in Ewigkeit. Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: Eph 2, (11-16)17-22 (Epistel)
Lied: Kommt her, ihr seid geladen (EG 213, 1-4)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Gesang: Halleluja (EG 181.x)
Lesung: Lk 14, (15) 16-24 (Evangelium)
Lied: Gott rufet noch, sollt ich nicht endlich hören (EG 392, 1-4)
Predigt/Ansprache/Meditation/Lesung des Predigttextes und Stille (Predigttext: Jona 3)
Lied: „Eins ist Not!” Ach Herr, dies eine (EG 386, 1.2.5)
Fürbitte
Wir danken dir, unser Gott, dass du uns einlädst und Gemeinschaft schenkst mit dir. Wir danken dir, dass wir bei dir zu Hause sind.
Du bist uns nah – auch in diesem Gottesdienst. Du bist bei uns, wenn wir beten, dein Wort hören, dir unsere Lieder singen.
Deine Einladung ist grenzenlos – und doch grenzen wir uns ab. Wir denken viel über alle möglichen Dinge nach, anstatt den Frieden, den du uns anbietest, anzunehmen.
Hilf, dass wir die Zeichen deiner Nähe nicht übersehen. Mach uns bereit, dir zu begegnen in deinem Wort und in den Menschen, die du uns über den Weg schickst. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Weil die Tür zu dir offen steht, lass uns mit helfen, Menschen hindurch zu führen zu dir. Weise uns zu den Menschen, die dir ferne sind. Gib uns die rechten Worte, deine Liebe offenbar zu machen allen Menschen, damit sie spüren: du schließt niemanden aus, du lädst alle ein. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Lass uns die Not anderer Menschen sehen und gib uns die Kraft, diese Not zu lindern. Wir denken vor allem an die Opfer des Hochwassers in Sachsen, aber auch an die vielen anderen Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen wurden. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Hilf uns den Ausgestoßenen und Entfremdeten ein Stück Heimat zu geben, so wie wir bei dir Heimat gefunden haben. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für die Christen in der Welt, dass dein Geist unter ihnen wirke, damit sie alle eins seien und einander stärken, dein Evangelium zu verkünden. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Das bitten wir dich durch deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder.
Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Alles vergehet, Gott aber stehet (EG 449, 8)


Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein), es sei denn, es wird ausdrücklich auf das Urheberrecht hingewiesen. Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.


* Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.