das Kirchenjahr

2. Sonntag nach Trinitatis

Die Einladung

Gottesdienstentwurf

Der folgende Vorschlag soll vor allem denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein. Er ermöglicht auch einen Gottesdienst in häuslicher Gemeinschaft ohne Pfarrer/in.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den 2. Sonntag nach Trinitatis steht im Evangelium nach Matthäus im 11. Kapitel und lautet: Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Eingangslied: Liebster Jesu, wir sind hier (EG 161, 1-3)
Psalmgebet: Ps 36, 6-10
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Himmlischer Vater, du lädst uns ein zur Gemeinschaft mit dir. Aber oft weichen wir aus oder hören gar nicht erst hin. Dabei gibt es so viele Gelegenheiten, die Gemeinschaft mit dir zu erfahren. Wecke in uns die Sehnsucht nach dieser Gemeinschaft, damit wir unsere Ohren öffnen und aufmerken, wenn Du uns rufst. Wir rufen dich an:
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
und/oder: Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
oder
Liturg + Gemeinde im Wechsel: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 180.1)
Kollektengebet: Jesus Christus, der du unser Bruder bist, wir danken dir, dass du uns Erquickung schenkst in unserer Mühsal und Not. Wir bitten dich: hilf uns, dass wir nicht vom Weg abkommen, der uns zur Gemeinschaft mit dir führt und in der Gemeinschaft mit dir erhält, sondern lass uns im Glauben erkennen, dass du uns diesen Weg führst. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst in Ewigkeit. Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: Eph 2, (11-16)17-22 (Epistel)
Lied: Kommt her, ihr seid geladen (EG 213, 1-4)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Gesang: Halleluja
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): Herzlich lieb hab ich dich, Herr, meine Stärke! Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter.
Gesang: Halleluja*
Lesung: Lk 14, (15) 16-24 (Evangelium)
Lied: Nun singe Lob, du Christenheit (EG 265)
Predigt/Ansprache/Meditation/Lesung des Predigttextes und Stille (Predigttext: 1. Kor 14, 1-12.23-25)
Lied: Großer Gott, wir loben dich (EG 331, 1.4-6)
Fürbitte
Wir danken dir, unser Gott, dass du uns Gemeinschaft schenkst mit dir. Wir danken dir, dass wir bei dir zu Hause sind, dass du uns nahe bist. Wir bitten dich: hilf uns, dass wir immer wieder einladend auf andere Menschen zugehen und ihnen von deiner Liebe erzählen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir danken dir für deine Treue und bitten dich: bleibe bei uns, selbst dann, wenn wir uns von dem Weg abwenden, den du uns führen willst. Wir rufen zu dir: Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir danken dir für deine Liebe und bitten dich: Schenke uns Hoffnung, wo es hoffnungslos zu sein scheint. Schenke uns Mut, dorthin zu gehen, wo wir lieber nicht hingehen wollen, um deine Liebe den Menschen nahe zu bringen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir danken dir, dass du uns täglich mit den Gaben deiner Schöpfung satt machst, und bitten dich: erhöre das Schreien der Hungernden nach Brot. Lass ihren Ruf nicht im Schweigen der Satten verhallen. Zeige uns Wege, zu helfen und den Hunger zu stillen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir danken dir, dass du uns gesund erhältst, und bitten dich für die Kranken in dieser Welt und in unserer Gemeinde: Führe Menschen zu ihnen, die bereit sind, dein Licht in das Dunkel ihres Leides hineinzutragen. Wir rufen zu dir: Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir danken dir, dass du unserem Land Frieden schenkst, und bitten dich für die, die sich nach Frieden sehnen. Hilf den Verantwortlichen Politikern, gewaltlose Wege zur Lösung der Konflikte zu finden. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir danken dir für unsere Familien und bitten dich: lass die Kinder deine Liebe durch ihre Eltern erfahren; erhalte die Ehepaare in deiner Liebe, und sei du bei denen, die in Streit leben.
Wir bitten dich heute besonders für die Vorbereitungen des Sommerfestes in unserer Kindertagesstätte: lass es ein schönes Fest werden, an dem Alt und Jung gemeinsam feiern können. Gib denen, die für die Vorbereitung verantwortlich sind, immer wieder neue Kraft, Zuversicht und Freude. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für uns alle: Nimm dich unser aller an, weil du allein das Heil bist, durch das wir und diese unheile Welt wieder heil werden können.
Als deine Kinder beten wir gemeinsam:
Gem.: Vater unser im Himmel...
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Darauf so sprech ich Amen (EG 443,7)

Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein). Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.

*Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.