das Kirchenjahr

15. Sonntag nach Trinitatis

Irdische Güter

Proprium

Beschreibung:
Der 15. Sonntag nach Trinitatis hat "Irdische Güter" zum Thema. Es geht ums Sorgen, die Angst um die Zukunft, um das, was morgen kommt, die Sorge um das leibliche Wohl, um das Dach über dem Kopf. Mancher Predigttext legt eine gewisse Leibfeindlichkeit nahe, etwas, das einzuüben heute gewiss nicht ganz verkehrt ist. Dabei sollte man sich allerdings davor hüten, die Gaben Gottes, von denen wir leben, zu verteufeln.
Eingangsvotum:
Am 15. Sonntag nach Trinitatis wird unser Blick fortgelenkt von den irdischen Gütern. Sie sollen nicht unsere erste und alleinige Sorge sein. So werden wir frei zu einem Leben in der Nachfolge Jesu. oder
Oft haben wir uns durch mühsame Arbeit einen Lebensstandard geschaffen, der uns ein Gefühl der Behaglichkeit und des Wohlstandes vermittelt. Diesen Lebensstandard zu erhalten, wird jedoch immer schwieriger, und Sorge um die Zukunft bestimmt unser Leben zusehends. Heute, am 15. Sonntag nach Trinitatis, werden wir durch die Lesungen daran erinnert, dass alles, was wir hier schaffen, vergänglich ist. Es ist tröstlich zu wissen, dass Gott uns nicht im Stich lassen wird, selbst wenn das, was wir haben, verloren geht.
Wochenspruch:
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petr 5, 7)
Wochenlied:
Wer nur den lieben Gott lässt walten (EG 369)
Solang es Menschen gibt auf Erden (EG 427)
Liedvorschläge
Musikvideo zum ersten Wochenlied von Miguel-Pascal Schaar
Antiphon:
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petr 5, 7)
Halleluja-Vers:
Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet. (Ps 34, 9)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Was kann man aufgeben? Es geht hier nicht um eine Fastenaktion, sondern darum, festzustellen, wie weit man bereit ist, sich auf Gott einzulassen. Eine "was wäre, wenn"-Analyse, vielleicht in Form eines Anspiels (einer verliert seine Familie - die hohe Versicherungssumme "entschädigt" ihn; ein anderer verliert seine Familie, findet seinen Trost in Gott, die Versicherung spendet er teilweise für gemeinnützige Zwecke), könnte hier Platz finden.
Kyriegebet:
Allmächtiger Gott, wir mühen uns Tag für Tag, um für die Zukunft gerüstet zu sein, und vergessen darüber, dass Du für uns sorgst und uns erhältst. Hilf, dass wir mehr Zeit damit verbringen, deinen Willen zu suchen und zu tun, und so unser Vertrauen ganz auf dich zu setzen. Wir rufen dich an:
Kollektengebet:
Lieber himmlischer Vater, du hast alles so wunderbar geschaffen, und doch sind wir nicht zufrieden. Wir wollen mehr, Besseres, Schöneres. Wir bitten dich: hilf uns, die Wunder deiner Schöpfung wahrzunehmen, damit wir erkennen, wie gut du für uns sorgst. Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen
Bach-Kantaten:
BWV 51 - Jauchzet Gott in allen Landen
*BWV 93 - Wer nur den lieben Gott lässt walten
*BWV 97 - In allen meinen Taten
BWV 99 - Was Gott tut, das ist wohlgetan
BWV 138 - Warum betrübst du dich, mein Herz
Anmerkungen:
Fällt der 29.9. (Tag des Erzengels Michael) auf diesen Sonntag oder auf einen Tag der folgenden Woche, kann das Proprium dieses Gedenktages an die Stelle des Sonntagspropriums treten. Fällt dieser Sonntag auf einen der Tage vom 1. bis zum 3.10., ist er in der Regel das Erntedankfest.
Liturgische Farbe:
grün

Biblische Texte (Perikopen)

Psalm:
127, 1-2
I:
Epistel
1. Petr 5, 5b-11 (Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.)
II:
Altes Testament
Predigttext
1. Mose 2, 4b-9(10-14)15(18-25) (= Gen 2, 4b-9(10-14)15(18-25) (Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.)
III:
Lk 17, 5-6 (Stärke uns den Glauben!)
IV:
Gal 5, 25-26; 6, 1-10 (Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.)
V:
1. Mose 15, 1-6 (= Gen 15, 1-6) (Abram glaubte dem HERRN und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.)
VI:
Evangelium
Mt 6, 25-34 (Sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen.)
M:
Dan 6, 1-29
Lk 18, 28-30
Röm 4 i.A. (etwa Vv. 18-25)