Der 15. Sonntag nach Trinitatis hat "Irdische Güter" zum Thema. Es geht ums Sorgen, die Angst um die Zukunft, um das, was morgen kommt, die Sorge um das leibliche Wohl, um das Dach über dem Kopf. Mancher Predigttext legt eine gewisse Leibfeindlichkeit nahe, etwas, das einzuüben heute gewiss nicht ganz verkehrt ist. Dabei sollte man sich allerdings davor hüten, die Gaben Gottes, von denen wir leben, zu verteufeln.
Zu den Perikopen
Präfamen:
Wir sollen nicht fragen, warum Gott dies oder jenes zulässt, sondern wir sollen Gott danken dafür, dass er uns mit Liebe
begegnet, auch und gerade dann, wenn wir in großer Not sind. Denn wenn wir Gott anklagen, verlieren wir unser Vertrauen in
ihn. Wenn man sein eigenes Leben betrachtet und eigentlich Grund zur Klage hätte, soll man immer unter sich schauen:
so gewinnen wir wieder Zuversicht und geben Gott die Ehre. Dazu fordert uns Petrus in seinem 1. Brief im 5.
Kapitel auf:
Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
6So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
7Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
8Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender
Löwe und sucht, wen er verschlinge.
9Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass eben dieselben Leiden über eure Brüder
in der Welt gehen.
10Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus,
der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen.
11Ihm sei die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Präfamen:
Gott hat uns, als er den Menschen erschuf, alles gegeben, was wir brauchen, um leben zu können. Er hat die Erde so
vollkommen geschaffen, wie wir es selbst niemals könnten. Es liegt an uns, dies wahr zu nehmen und uns wieder auf die elementaren
Dinge zu besinnen. Hört, wie geschrieben steht im Buch Genesis (1. Buch Mose) im 2. Kapitel: oder
Paradiesische Zustände wünschen wir uns, ohne zu erkennen, dass wir das Paradies längst selbst zerstört haben, weil es
uns nicht genug erschien. So steht im Buch Genesis (1. Buch Mose) im 2. Kapitel
Es war zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte.
5Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf
dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute;
6aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens
in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
8Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein,
den er gemacht hatte.
9Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen
und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
10Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in
vier Hauptarme.
11Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila, und dort findet
man Gold;
12und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
13Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.
14Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien.
Der vierte Strom ist der Euphrat.
15Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er
ihn bebaute und bewahrte.
18Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm
eine Gehilfin machen, die um ihn sei.
19Und Gott der Herr machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter
dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen.
20Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen
Namen; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre.
21Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein.
Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch.
22Und Gott der Herr baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. 23Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man
wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist.
24Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen,
und sie werden sein ein Fleisch.
25Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.
Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben! 6Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und versetze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.
Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
26Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden.
6,1Liebe Brüder, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder
zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest.
2Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
3Denn wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der betrügt sich selbst.
4Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk; und dann wird er seinen Ruhm bei sich selbst
haben und nicht gegenüber einem andern.
5Denn ein jeder wird seine eigene Last tragen.
6Wer aber unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allem Guten.
7Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. 8Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den
Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.
9Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch
ernten, wenn wir nicht nachlassen.
10Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des
Glaubens Genossen.
Nach diesen Geschichten begab sich's, dass zu Abram das Wort des Herrn kam in einer Offenbarung: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn. 2Abram sprach aber: Herr, mein Gott, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder und mein Knecht Eliëser von Damaskus wird mein Haus besitzen. 3Und Abram sprach weiter: Mir hast du keine Nachkommen gegeben; und siehe, einer von meinen Knechten wird mein Erbe sein. 4Und siehe, der Herr sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein. 5Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein! 6Abram glaubte dem Herrn und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.
Präfamen:
Alles, was wir zum Leben brauchen, hat Gott uns in seiner Schöpfung zur Verfügung gestellt. Nichts fehlt. Und doch
fragen wir uns, ob es morgen auch so sein wird, und zweifeln an Gottes Güte. Es ist nicht Bescheidenheit, zu der uns Jesus
auffordert, sondern Zufriedenheit. Denn das, was Gottes Schöpfung uns bietet, ist mehr als genug. So hört, wie geschrieben
steht im Evangelium nach Matthäus im 6. Kapitel:
Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? 26Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? 27Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? 28Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? 31Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. 33Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. 34Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.
Lk 18, 28-30
Röm 4 i.A. (etwa Vv. 18-25)
Dan 6, 1-29:
Und der Meder Darius übernahm das Königtum als 62-jähriger.
2Und es gefiel Darius, 120 Satrapen im ganzen Königreich einzusetzen.
3Und über ihnen drei Minister, von denen Daniel einer war, denen diese Satrapen
ihren Bericht erstatteten, damit dem König kein Schaden entstand.
4Und dann tat sich Daniel hervor vor den Ministern und Satrapen, eben deshalb,
weil ein außergewöhnlicher Geist auf ihm war. Und der König beabsichtigte, ihn einzusetzen über das ganze Reich.
5Dann suchten die Minister und Satrapen einen Vorwand gegen Daniel zu finden,
der ihn von der Seite des Königs wegreißen würde, aber sie vermochten keine Vorwände und nichts Schlechtes zu finden. Eben deshalb,
weil es nichts gab, fanden sie keine Irrtümer und Schlechtigkeit bei ihm.
6Daraufhin sprachen diese Männer: Wir haben diesem Daniel gegenüber keine Ursache
zur Anklage gefunden, außer wir finden etwas gegen ihn im Gesetz seines Gottes.
7Dann stürmten diese Minister und Satrapen zum König herein, und so sprachen sie
zu ihm: Der König Darius lebe ewig!
8Alle königlichen Satrapen, Vorsteher und Minister, Staatsräte und Statthalter
berieten sich, kundzutun eine Verordnung dem König und in Kraft zu setzen ein Verbot: Jeder, der eine Bitte richtet an irgendeinen Gott
oder Menschen für 30 Tage außer an dich, König, der soll geworfen werden in die Grube der Löwen.
9Jetzt, König, erlasse das Verbot und schreibe die Urkunde, die gemäß dem Gesetz
der Meder und Perser nicht zu ändern ist und die nicht aufgehoben wird.
10Dementsprechend [geschah] dieses: König Darius schrieb die Urkunde und das Verbot.
11Sobald Daniel erfuhr, dass er die Urkunde geschrieben hatte, stieg er auf sein Haus,
und die Fenster wurden von ihm geöffnet in seinem Obergemach in Richtung Jerusalem, und dreimal am Tag fiel er nieder auf seine Knie, und er
betete und pries vor seinem Gott, eben deshalb, weil er sein Knecht war. Dies [machte er] seit jeher.
12Dann stürmten diese Gegner hinein und fanden Daniel. Er betete und flehte vor seinem Gott.
13Daraufhin traten sie hin und sprachen vor dem König über das Verbot: Hast du nicht
ein Verbot erlassen, dass jeder Mensch, der seinen Gott oder einen Menschen für dreißig Tage anbetet und nicht dich, König, geworfen wird in
die Grube der Löwen? Der König hub an und sagte: Diese Sache ist gewiss gemäß dem Gesetz der Meder und Perser, das nicht aufgehoben wird.
14Daraufhin hoben sie an und sprachen vor dem König: Daniel aus dem Stamm der
Exilierten aus Juda nimmt keine Rücksicht auf dich, König, und den Befehl und das Verbot, das du erlassen hast. Dreimal am Tag verrichtet er
seine Gebete.
15Daraufhin, als der König die Angelegenheit (die Nachricht, die Anklage) hörte,
missfiel sie ihm sehr. Und er richtete seinen Sinn auf David, wie er ihn retten könnte. Und bis zum Sonnenuntergang war es sein Bemühen,
ihn zu retten.
16Dann stürzten diese Männer herein zum König und sprachen zum König: Wisse, König,
das Gesetz der Meder und Perser [lautet], dass jedes Verbot oder eine Verordnung, die der König erlassen hat, nicht abzuändern (zu übertreten)
ist.
17Daraufhin sprach der König: Daniel soll [her]gebracht werden und geworfen werden
in die Löwengrube. Der König hub an und sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du unablässig dienst, er möge dich retten.
18Und man brachte einen Stein und legte ihn auf die Öffnung der Grube. Und der
König versiegelte [ihn] mit seinem Siegelring und den Siegelringen seiner Räte (Grossen), damit nichts für Daniel verändert wurde.
19Darauf ging der König in seinen Palast und verbrachte die Nacht fastend. Und nichts
von dem, was ihm Freude bereiten könnte, brachte er hinein vor sich. Und der Schlaf floh ihn.
20Dann, in der Morgendämmerung, stand der König bei Tagesanbruch in Eile auf. Und er
ging zur Löwengrube.
21Und als er hinzutrat zur Grube, zu Daniel, schrie er mit betrübter Stimme. Der
König hob an und sprach zu Daniel: Daniel, Knecht des lebendigen Gottes! Dein Gott, dem du unablässig dienst, konnte er dich vor den Löwen
retten?
22Darauf redete Daniel mit dem König: Der König lebe ewig!
23Mein Gott schickte seinen Boten (Engel), der verschloss das Maul der Löwen, und
sie verletzten mich nicht, weil vor ihm meine Unschuld gefunden wurde. Und auch vor dir, König, beging ich kein Verbrechen.
24Darauf freute sich der König sehr und befahl, Daniel aus der Grube heraufzubringen.
Und Daniel wurde aus der Grube heraufgebracht, und es fand sich keine einzige Verletzung an ihm, weil er auf seinen Gott vertraut hatte.
25Und der König befahl, dass diese Männer gebracht werden sollten, die Daniel verleumdet
hatten. Und man warf sie in die Löwengrube, sie, ihre Kinder und ihre Frauen. Und sie erreichten nicht den Boden der Grube, bevor sich die Löwen
ihrer bemächtigten und alle ihre Knochen zermalmten.
26Dann schrieb König Darius allen Völkern, Nationen und Sprachgemeinschaften, die auf
der ganzen Erde wohnten: Reiches Wohlergehen euch!
27Ich habe den Befehl erlassen, dass man im ganzen Herrschaftsgebiet meines Königreiches
zittere und sich fürchte vor dem Gott Daniels.
Denn er ist der lebendige Gott,
und er ist ewig.
Und sein Königtum wird nicht zerstört,
und seine Herrschaft währt bis zum Ende.
28Er rettet und befreit
und er tut Zeichen und Wunder im Himmel und auf Erden.
Er rettete Daniel aus der Gewalt der Löwen.
29Und Daniel ging es gut während Darius' Königtum und während des
Königtums des Persers Kyrus.
Aus der Studienfassung der Offenen Bibel - mit kleinen Änderungen zum Zweck der Lesbarkeit
Lk 18, 28-30:
Petrus sprach zu Jesus: Siehe, wir haben, was wir hatten, verlassen und sind dir nachgefolgt.
29Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder
Eltern oder Kinder verlässt um des Reiches Gottes willen,
30der es nicht vielfach wiederempfange in dieser Zeit und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.
Römer 4:
Was wollen wir nun sagen, das Abraham, unser Vorfahre nach dem Fleisch, gefunden hat?
2Denn wenn Abraham aus Werken gerechtgesprochen wurde, hat er [zwar] Ruhm, aber nicht
bei Gott.
3Denn was sagt die Schrift? Aber Abraham glaubte an Gott und [das] wurde ihm zur
Gerechtigkeit gerechnet.
4Dem Werke Wirkenden wird aber nicht der Lohn zugerechnet nach Gnade, sondern nach
geschuldeter Summe.
5Dem Nicht Werke Wirkenden aber, der aber an den, der den Gottlosen gerechtspricht,
glaubt, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet;
6gleichwie auch David die Seligpreisungen eines Menschen spricht, dem Gott Gerechtigkeit
ohne Werke zurechnet:
7Selig [sind die], deren Ungerechtigkeiten erlassen und deren Sünden zugedeckt
worden sind.
8Selig [ist] ein Mann, dem der Herr [die] Sünde nicht zurechnet.
9[Ist] diese Seligpreisung nun für den Beschnittenen oder auch für den
Unbeschnittenen? Denn wir sagen: Abraham ist der Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet worden.
10Wie wurde nun zugerechnet? War er beschnitten oder unbeschnitten? Nicht als
Beschnittener, sondern als Unbeschnittener;
11Und er empfing [das] Zeichen der Beschneidung, ein Siegel der Gerechtigkeit des
Glaubenes, der im Unbeschnittenen war, damit er allen Glaubenden wegen Unbeschnittenheit ein Vater ist, damit auch ihnen die Gerechtigkeit
zugerechnet wird;
12auch ein Vater der Beschneidung, nicht allein denen aus der Beschneidung, sondern
auch denen, die in den Fußstapfen des Glaubens im Umbeschnittensein unseres Vaters Abrahams gehen.
13Denn nicht durch [das] Gesetz war dem Abraham oder seiner Nachkommenschaft die
Verheißung [zugekommen], dass er der Erbe der Welt ist, sondern durch Gerechtigkeit [des] Glaubens.
14Denn, wenn die Erben aus dem Gesetz [sind], ist der Glaube entleert und die
Verheißung aufgehoben.
15Denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo aber kein Gesetz [ist], [da ist] auch keine
Übertretung.
16Daher aus Glauben, sodass [es] durch Gnade [geschieht], damit die Verheißung
der ganzen Nachkommenschaft gewiss ist, nicht allein dem, der aus dem Gesetz [ist], sondern auch dem aus [dem] Glauben Abrahams, der unser
aller Vater ist;
17gleichwie geschrieben [ist]: Ich habe dich zum Vater vieler Völker bestimmt
gegenüber Gott, [an] den du glaubst, der die Toten lebendig macht und das Nicht-Seiende beim Namen ruft, so dass es ist.
18Er hat gegen Hoffnung an Hoffnung geglaubt, damit er Vater vieler Völker
wurde gemäß dem Gesagten: So wird deine Nachkommenschaft sein.
19Und nicht schwach im Glauben geworden, betrachtete er mit Überlegung seinen
[schon] gestorbenen Leib, wie (fast) hundertjährig seiend, und das Abgestorbensein des Mutterschoßes Saras.
20Aber an der Verheißung Gottes zweifelte er nicht durch Unglauben, sondern
er wurde bekräftigt im Glauben, Gott Ehre gebend
21und [mit Gewissheit] erfüllt, dass, was er verheißen hat, möglich
ist, auch zu tun.
22Und deshalb wurde ihm zugerechnet zur Gerechtigkeit.
23Aber es ist nicht wegen ihm allein geschrieben, dass ihm zugerechnet wurde;
24sondern auch um unseretwillen, denen gewiss zugerechnet werden wird, den Glaubenden
an den, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat;
25der ausgeliefert wurde wegen unseren Übertretungen und auferweckt wurde wegen
unserer Gerechtigkeit.
Aus der Studienfassung der Offenen Bibel - mit kleinen Änderungen zum Zweck der Lesbarkeit